Waffenfabrikant Raytheon stellt iPhone-Apps für das Militär vor

Das Smartphone eignet sich wegen seiner einfachen Bedienung und der großen Zahl verfügbarer Applikationen. Die Raytheon-Lösung soll in den kommenden Monaten an Kunden ausgeliefert werden. Dazu arbeitet der Konzern eng mit Apple zusammen.

Raytheon, unter anderem Erfinder der Mikrowelle, arbeitet schon länger an Systemen zur modernen Kriegsführung, etwa sogenannten Exoskeletten (Bild: Raytheon).
Raytheon, unter anderem Erfinder der Mikrowelle, arbeitet schon länger an Systemen zur modernen Kriegsführung, etwa sogenannten Exoskeletten (Bild: Raytheon).

Die Firma Raytheon hat heute eine Reihe von Programmen für den militärischen Einsatz vorgestellt, die speziell für Apples iPhone und den iPod Touch konzipiert sind. Sie sollen Personen orten, Positionen anzeigen, Landkarten liefern und sichere Übertragungsmöglichkeiten bieten. Auch Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte könnten die Software nutzen, teilte der Hersteller mit.

Interessant am iPhone war für Raytheon nach eigenen Angaben das rasch wachsende Angebot an mobilen Inhalten und Technologien, die Touch-Technologie sowie die von Apple verbauten Bewegungssensoren. Raytheon ergänzt sie unter anderem um Funktionen für Konnektivität auch bei zeitweise unterbrochenem Netzwerkzugang und Elemente für Augmented Reality. Alle sollen sich jedoch mit Standardgeräten von Apple nutzen lassen.

Das iPhone mit seinen über 100.000 Anwendungen sei eine ideale Plattform, um die US-Streitkräfte mit der fortschrittlichsten Technologie zu versorgen, sagt J. Smart, Chief Technology Officer bei Raytheon. Das Interesse militärischer wie auch ziviler Kunden am iPhone sei in letzter Zeit stark angestiegen.

Tushar Patel, leitender Raytheon-Mitarbeiter, bezeichnet die vorgestellte Lösung als eine „Situational Awareness Application“. Sie basiere auf militärischen Kommunikationsstandards und biete unter anderem Multimedia-Zugriff, Audio- und Text-Informationen zu sogenannten „Points of Interest“, Text-Messaging, kollaborative Planungswerkzeuge und Notruffunktionen. Raytheon sei führend bei sicheren drahtlosen Netzwerkverbindungen. Zusammen mit Apples Know-how ließen sich schnelle, risikolose und zu vertretbaren Kosten interoperable Systemlösungen entwickeln. Raytheon will eng mit Apple zusammenarbeiten, um diese und weitere Lösungen bereits in den kommenden Monaten an Kunden ausliefern zu können.

Themenseiten: Business, Mobil, Mobile, iPhone

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3 Kommentare zu Waffenfabrikant Raytheon stellt iPhone-Apps für das Militär vor

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  • Am 21. Dezember 2009 um 20:33 von chamo

    OMG!!
    habe ich das hier gerade richtig verstanden? die wollen applikationen zum orten von personen auf militär software basis für privat anwender anbieten?

    wenn das der fall ist frag ich mich…wieso? was soll das für einen sinn haben?
    damit sie mit ihren soldaten sonst wo auf der welt daten austauschen können? haben die dafür keine eigenes system?

    ich vertraue dem ganzen neuen kram nicht mehr so wirklich…ob es nun apple, microsoft, goolge oder sonst wer ist…

    die regierung hat doch heut zu tage über all ihre finger im spiel…ich sage nur überwachungsstaat…

    endschuldigt die rechtschreibfehler :)

    MfG
    chamo

  • Am 24. Dezember 2009 um 0:26 von Khalil

    militär apps fürs iphone
    da bekommt wohl das wort „killer-applikation“ künftig eine ganz neue bedeutung!

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