Nokia schließt Flagship-Stores in USA und Großbritannien

Betroffen sind die Standorte Chicago, New York und London. Die Schließungen sind Teil einer neuen Einzelhandelsstrategie. Nokia will künftig enger mit Mobilfunkbetreibern und anderen Händlern zusammenarbeiten.

Nokia hat die Schließung von drei Flagship-Stores angekündigt. Betroffen sind die Shops in New York und Chicago sowie eines von zwei Geschäften in London. Zudem sucht der finnische Handyhersteller einen neuen Standort für den Store in der brasilianischen Metropole Sao Paulo.

Nokia betreibt derzeit insgesamt zwölf Flagship-Stores in neun Metropolen, darunter Helsinki, Mexiko-Stadt und Hongkong. Den ersten hat das Unternehmen 2005 in Moskau eröffnet. Ursprünglich waren 18 Standorte geplant. Die Schließungen sind Teil einer neuen Einzelhandelsstrategie, die eine engere Zusammenarbeit mit Mobilfunkbetreibern und anderen Händlern vorsieht.

Die Schließung der Läden in New York und Chicago ist wenig überraschend, da Nokia in den USA nur über einen Marktanteil im einstelligen Bereich verfügt. Das Unternehmen versucht schon länger, seine Präsenz zu erhöhen – bisher ohne großen Erfolg. Nun will Nokia nach Angaben von Unternehmensvertretern neue Produkte für den US-Markt entwickeln und diese über Mobilfunkanbieter vertreiben. Letztere verkaufen in den USA 90 Prozent aller Handys.

Zuletzt hatte Nokia angekündigt, sich mehr auf den Verkauf von Dienstleistungen und Anwendungen über seinen Online-Store Ovi zu konzentrieren. Bis 2011 will der Handy-Weltmarktführer seine Einnahmen aus Dienstleistungen auf mindestens zwei Milliarden Euro steigern. Zudem werde die Zahl neuer Handymodelle begrenzt, da Hardware bei Verbrauchern einen geringeren Stellenwert einnehme, so Nokia. Die Bedeutung von Diensten und Anwendungen steige hingegen.

Themenseiten: Business, Handy, Nokia

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