EU-Kommission beendet Kartellverfahren gegen Rambus

Der Speicherchiphersteller senkt die Lizenzgebühren für DDR2- und DDR3-Speicher. Damit entgeht er einem Bußgeld durch die Wettbewerbshüter. Sie hatten Rambus vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen.

Die EU-Kommission hat ihr Kartellverfahren gegen Rambus eingestellt. Wie MarketWatch meldet, hat sich der Speicherchiphersteller bereit erklärt, seine Lizenzpolitik zu verändern. Die EU sieht aus diesem Grund keinen weiteren Handlungsbedarf.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Rambus in den nächsten fünf Jahren keine Lizenzgebühren für SDR- und DDR-Chips erheben wird. Darüber hinaus senkt das Unternehmen den Lizenzsatz für DDR2- und DDR3-Speicher von 3,5 auf 1,5 Prozent. Durch das Ende des Verfahrens entgeht Rambus einem Bußgeld durch die Wettbewerbshüter.

„Nach einer langen und ausführlichen Überprüfung ist die EU-Kommission zu dem Schluss gekommen, dass Rambus nicht gegen Gesetze verstößt“, sagte Thomas Lavelle, Chefsyndikus von Rambus. Die Kommission hatte dem Chiphersteller vorgeworfen, zu hohe Lizenzierungsgebühren zu verlangen und seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen.

Im Jahr 2005 hatten die Wettbewerbshüter erstmals das Lizenzierungsverfahren des Speicherchipherstellers unter die Lupe genommen. Sie beschuldigten Rambus, sich innerhalb des Standardisierungskomitees Jedec an der Erstellung von Standards beteiligt haben, ohne bekannt zu machen, dass diese gegen eigene Patente verstoßen. Anschließend habe das Unternehmen Lizenzgebühren von seinen Konkurrenten gefordert.

Themenseiten: Business, Rambus, Urheberrecht

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