IBM hält an den „Power“-Systemen fest

Alle großen IT-Anbieter werben um den Mittelstand. IBM hat auf der Konferenz der Anwendervereinigung "Common" seine Pläne für diese starke Kundengruppe mit gewaltigem Marktpotenzial gezeigt. Dazu gehört, dass System i am Leben bleibt.

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: IBMs Serverplattform System i wird weiter bedient. Zu groß ist die weltweite Kundengemeinde, um die lange als AS/400 bekannte Computer-Baureihe zu vernachlässigen oder gar sterben zu lassen. Dies wurde auf der Kundenkonferenz Power Society 2009 der IBM-Anwendervereinigung „Common“ in Schweinfurt klar, wo IBMs Mittelstand-Chefin Martina Koederitz und ihre Truppe Farbe bekennen mussten.

Weitere mögliche Plattformen von IBM für mittelständische Kunden sind die Systeme p (Unix-AIX), die x86-Server sowie in einzelnen Fällen Mainframes. Die Systeme i und p laufen auf IBMs Prozessorplattform Power Systems, die x86-Rechner auf Intel oder AMD, die Mainframes ebenfalls auf proprietären IBM-Prozessoren.

Die gesicherte Existenz der i-Plattform ist umso bemerkenswerter, da alle vergleichbaren Produkte des Wettbewerbs längst nur noch vergessene Anmerkungen der IT-Historie sind. Das gilt vor allem für die PDP11- und VAX-Server von Digital Equipment (DEC), aber auch für die einst gerade in Deutschland wichtigen Player der sogenannten Mittleren Datentechnik wie Nixdorf oder Mannesmann-Kienzle. Die überwiegende Anzahl der Installationen dieser Rechnertypen wurden und werden für kaufmännische Anwendungen zur Verwaltung der typischen Geschäftsprozesse eines Unternehmens als Server- oder Client-Serveranwendung eingesetzt.

Nach Angaben von Ross Mauri, bei IBM General Manager für Power-Systeme, wird die i-Plattform in hunderttausenden von Unternehmen in 115 Ländern weltweit genutzt. Diese können auf über 5000 Anwendungslösungen von etwa 2500 Anbietern in einem weltweiten Netzwerk zugreifen. Diese sehr große installierte Basis mit erprobten Lösungen dürfte der Grund für das erstaunliche Überleben der Plattform sein.

Aktuell bieten die IBM-Power-Systems-Server unter dem Betriebssystem IBM i (vormals OS/400, dann i5/OS) eine skalierbare Architektur mit einer relativ hohen Ausfallsicherheit. System i verfügt über eine eigene relationale Datenbank (DB2 i). Die damit verbundene Datenbank- und Middleware-Basis soll einen effizienten Einsatz bei Geschäftsprozessen garantieren.

Die aktuelle gemeinsame Prozessorplattform für die Systeme i und p ist Power 6. Für die ersten Hälfte 2010 wird mit der Markteinführung von Power 7 gerechnet, die auf der CeBIT im März auf dem IBM-Stand eine große Rolle spielen dürfte.

Themenseiten: IBM, IT-Business, Mittelstand, Prozessoren, Server, Servers, Strategien

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