BSI und Eco planen Malware-Beratungsstelle

Ab dem kommenden Jahr erhalten PC-Nutzer beim Entfernen von Viren kostenlos Hilfe. Provider sollen Kunden mit infizierten Rechnern auf eine Website mit Removal-Tools leiten. Zudem ist eine Telefon-Hotline geplant.

Im Rahmen des vierten nationalen IT-Gipfels, der aktuell in Stuttgart stattfindet, haben das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verband der deutschen Internetwirtschaft (Eco) die Gründung einer Malware-Beratungsstelle angekündigt. Ab dem kommenden Jahr sollen PC-Nutzer Hilfe beim Entfernen von Viren und anderen Schädlingen erhalten.

Der Verband verhandelt nach Angaben des Eco-Vorstandsvorsitzenden Michael Rotert mit Internetprovidern über eine Zusammenarbeit. Sie sollen Kunden mit infizierten Rechnern auf eine Website leiten, die Hilfestellungen und Programme zum Entfernen von Schadsoftware bereitstellt.

Sollte dieser erste Schritt erfolglos bleiben, erhalten die Anwender telefonische Unterstützung. Einer von insgesamt 40 Callcenter-Mitarbeitern soll ihnen dann dabei helfen, den Schädling aufzuspüren. „Mit dem Projekt möchten wir Deutschland mittelfristig aus den Top 10 der Länder herausbringen, von denen schädliche Online-Aktivitäten ausgehen“, so Sven Karge, Fachbereichsleiter Content bei Eco.

Bevor die Beratungsstelle im kommenden Jahr ihren Dienst aufnimmt, müssen Karge zufolge noch Sanktionen für Nutzer mit infizierten Rechnern festgelegt werden, die eine kostenlose Teilnahme verweigern. Gegenüber der DPA erklärte er: „Wer im Netz ohne Virenschutz unterwegs ist, gefährdet andere Nutzer in etwa wie ein Autofahrer mit kaputten Bremsen.“

Themenseiten: BSI, Internet, eco

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