Microsoft nennt finanzielle Details des Suchabkommens mit Yahoo

Beide Unternehmen erwarten zweistellige Zuwächse bei den Einkünften pro Suchanfrage. Die Zusammenlegung der Zahlungssysteme bereitet noch Probleme. Für die ersten zwei Jahre rechnet Microsoft mit hohen Kosten.

Yusuf Mehdi (Bild: Microsoft)
Yusuf Mehdi (Bild: Microsoft)

Microsoft und Yahoo versprechen sich von ihrem Suchabkommen zweistellige Zuwächse bei den Einkünften pro Suchanfrage („Revenue per Search“). Das hat ein Microsoft-Vertreter auf einer Investorenkonferenz in Arizona bekannt gegeben. Die Integration der Suchdienste gestalte sich aber technisch aufwändig und teuer.

Einkommenszuwächse sind laut Yusuf Mehdi, Senior Vice President der für Bing und MSN zuständigen Microsoft-Abteilung Online Audience Business, erst dann zu erwarten, wenn beide Unternehmen ein einheitliches Zahlungssystem auf die Beine gestellt haben. Die Zusammenlegung der Systeme für bezahlte Suchergebnisse werde aber mehr Zeit in Anspruch nehmen als die Umstellung von der Yahoo- auf die Bing-Suche.

Schon die Vertragsverhandlungen selbst haben lange gedauert. Das Suchabkommen war bereits im Juli 2009 bekannt gegeben worden. Zur Zeit wartet Microsoft noch darauf, dass die Regulierungsbehörden den Vertrag genehmigen. Die Zustimmung vorausgesetzt, könnte das Abkommen Anfang 2010 besiegelt werden.

Die Integration der Yahoo- und Microsoft-Dienste werde teuer, erklärte Mehdi. Er bestätigte eine alte Schätzung, laut der sich die Kosten für den Übergang im ersten Jahr auf 100 bis 200 Millionen Dollar (133 Millionen Euro) belaufen werden. Die voraussichtlichen Kosten für das zweite Jahr stünden noch nicht fest. Nach Abschluss der Fusion werde das Suchabkommen aber ein „Segen“ für Microsofts Bilanz sein, so Mehdi.

Themenseiten: Bing, Business, Internet, Microsoft, Suchmaschine, Yahoo

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