Nokia verklagt LCD-Hersteller wegen Preisabsprachen

Zu den Beschuldigten zählen AU Optronics, LG Display und Samsung. Sie sollen Panelpreise künstlich in die Höhe getrieben haben. Nokia fordert Schadenersatz in nicht genannter Höhe.

Nokia hat vor einem US-Bundesgericht in San Francisco Klage gegen neun LCD-Hersteller eingereicht. Der Handyhersteller beschuldigt AU Optronics, LG Display, Samsung sowie sechs weitere Unternehmen, illegale Preisabsprachen getroffen zu haben.

In seiner Klageschrift wirft Nokia den LCD-Herstellern vor, „auf einem umkämpften Markt“ für „überdurchschnittlich hohe Panelpreise“ gesorgt zu haben. Die angeblichen Absprachen hätten dazu geführt, dass Nokia zu hohe Preise für Handybildschirme zahlen musste. Das Unternehmen fordert Schadenersatz in nicht genannter Höhe sowie eine einstweilige Verfügung gegen die Panel-Hersteller.

Im November 2008 hatten die LCD-Hersteller Chunghwa Picture Tubes, LG Display und Sharp gegenüber dem US-Justizministerium Preisabsprachen für LCD-Bildschirme eingeräumt und sich zu einer Zahlung von 585 Millionen Dollar bereit erklärt.

Ende Oktober 2009 reichte der amerikanische Mobilfunkanbieter AT&T eine Klage gegen LCD-Hersteller ein und warf ihnen vor, zwischen dem 1. Januar 1996 und dem 11. Dezember 2006 illegale Preisabsprachen getroffen zu haben. AT&T habe in dem genannten Zeitraum mehr als 300 Millionen Mobiltelefone mit LCD-Panels gekauft, deren Preis wegen der Absprachen überhöht gewesen sei.

Themenseiten: Business, Displays, Handy, LG, Nokia, Samsung

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