Virgin Media überwacht Datenverkehr seiner Breitbandkunden

Der britische ISP nutzt eine Deep-Packet-Inspection-Technologie von Detica. Sie scannt Datenpakete auf mögliche Urheberrechtsverletzungen. Der Test betrifft rund 40 Prozent der Kunden von Virgin Media.

Der britische Internet Service Provider Virgin Media plant den Einsatz einer Deep-Packet-Inspection-Technologie, um den Datenverkehr seiner Kunden zu überwachen. Ziel sei es, illegales Filesharing zu identifizieren und zu bekämpfen.

Das Unternehmen arbeitet dafür mit Detica zusammen, einer Tochter des britischen Rüstungskonzerns BAE Systems. Ein Sprecher von Virgin Media erklärte gegenüber ZDNet UK, sein Unternehmen frage Kunden vorab nicht nach ihrer Zustimmung. Alle gesammelten Daten würden anonymisiert.

Der Test betrifft rund 40 Prozent der Kunden von Virgin Media. Dabei komme eine Lösung namens CView zum Einsatz, die Informationen zu IP-Adressen aus Datenpaketen entferne, erklärte Detica-Sprecher David Klein. Danach werde geprüft, ob Pakete einem der drei wichtigsten Filesharing-Protokolle BitTorrent, Gnutella und eDonkey zugeordnet werden könnten.

Bei einem positiven Befund, werde untersucht, ob der Inhalt eines Pakets urheberrechtlich geschützt sei oder nicht, so Klein. Detica teste derzeit verschiedene Produkte von Anbietern wie Shazam, Gracenote, Digimarc und Audible Magic, um lizenzierte von unlizenzierten Inhalten unterscheiden zu können. CView sei aber nicht in der Lage, Inhalte von verschlüsselten Datenpaketen zu analysieren. Dafür fehle die benötigte Rechenleistung.

Laut Jon James, leitendem Direktor der Breitbandsparte von Virgin Media, startet der Test im Lauf der nächsten Tage. Zuvor habe sich sein Unternehmen rechtlich beraten lassen, um mögliche Konflikte mit britischen Überwachungs- und Datenschutzgesetzen auszuschließen. Die Einführung einer Überwachungstechnologie sei Bestandteil eines Vertriebsabkommens mit dem Medienkonzern Universal.

Themenseiten: Breitband, Internet, Privacy, Tauschbörse

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1 Kommentar zu Virgin Media überwacht Datenverkehr seiner Breitbandkunden

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  • Am 27. November 2009 um 9:25 von arma

    kündigung
    joa,gleich mal ne kündigung schreiben nicht war, was die da machen liegt ja schon in der epsilon umgebung von briefgeheimniss brechen.
    egal obs dann noch annonymisiert wird oder nicht…

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