Deutsche Telekom: „Personalumbau muss weitergehen“

Vor allem Techniker sollen von Stellenstreichungen betroffen sein. In anderen Bereichen will das Unternehmen neue Arbeitsplätze schaffen. Details zu ihren Sparplänen will die Telekom Anfang 2010 bekannt geben.

Die Deutsche Telekom plant 2010 weitere Entlassungen. Das kündigte Konzernchef René Obermann im Gespräch mit dem Handelsblatt an. „Der Personalumbau im Unternehmen muss weitergehen. In Bereichen, wo die Automation durch die Internet-Technologie immer größer wird, fallen Arbeitsplätze weg, in anderen Bereichen stellen wir neu ein.“

Die Kapitalmärkte nehmen nach Ansicht von Obermann einen starken Personalabbau positiv auf. „Das ist aus guten Gründen aber nicht unser Weg“, sagte er. Von den geplanten Stellenstreichungen sollen in erster Linie Techniker betroffen sein. Das hängt damit zusammen, dass die Telekom genau wie andere Telekommunikationsanbieter die Netze auf das Internetprotokoll (NGN) umstellen will. In sogenannten Next Generation Networks müssen Techniker nicht mehr vor Ort Störungen beheben, sondern können sie aus einer Zentrale vom PC aus bearbeiten.

Bei der Telekom könnten durch diese Umstellung bis zu 20 Prozent der Techniker überflüssig werden. Anfang 2010 will die Telekom detaillierte Sparpläne vorlegen. Im Schnitt hat der Konzern in der Vergangenheit pro Jahr etwa 10.000 Stellen abgebaut. Die entscheidende Beratung über den Stellenabbau habe noch nicht stattgefunden.

Lothar Schröder, Verdi-Bundesvorstand und stellvertretender Telekom-Aufsichtsratschef, erklärte gegenüber dem Handelsblatt: „Es sieht so aus, als würden wir uns verständigen. Die Telekom will offenbar nur Leute gehen lassen, die das selbst auch wollen.“

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