Webshops für das Weihnachtsgeschäft fit machen

Wem die Möglichkeiten von Google Analytics nicht weitreichend genug sind oder wer aus Datenschutzgründen Bedenken gegen den Einsatz des Werkzeugs hat, der kann seine Firmen-Website zum Beispiel mit der ebenfalls von Google stammenden Software Urchin analysieren und auf Verbesserungspotenziale abklopfen.

Die Software richtet sich ausdrücklich an mittelständische Unternehmen und wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz über die Firma Webalytics vertrieben, die auch als „Google Analytics Authorized Consultant“ zertifiziert ist.

Die Urchin-Software läuft – anders als Google Analytics – auf der Hardware des Kunden. An Google übermittelt sie keine Informationen. Neben der Website-Optimierung ist auch die Auswertung eigener, hinter der Firewall befindlicher Intra- oder Extranet-Sites möglich. Im aktuellen Release 6.6. bietet Urchin auch eine Verbindung zu Google AdWords. Außerdem ist eine externe Authentifizierung über LDAP und MSAD möglich. Weitere Neuerungen sind eine Daten-API sowie ein automatischer CPC-Datenimport von Yahoo Search Marketing.

Urchin nutzt Logfiles als primäre Datenquelle. Diese lassen sich auch nach längerer Zeit wieder aufrufen und unter neuen Aspekten untersuchen. Außerdem sind durch die mitprotokollierten Serverfehlermeldungen auch die Auswirkungen von Ausfällen oder technischen Problemen nachvollziehbar.

Der Zusatznutzen gegenüber dem kostenlosen Google Analytics ist nicht umsonst. Eine Lizenz der Urchin-Software kostet rund 2730 Euro. Außerdem ist erfahrenes technisches Personal für Installation und Bedienung notwendig. Um Kunden vom Nutzen zu überzeugen, bietet Webalytics eine kostenfreie 30-Tage-Testversion von Urchin zum Download an.

Gütesiegel

Gütesiegel sind für viele Kunden der äußere Ausdruck dafür, dass sich der Shopbetreiber mit Sicherheit und Datenschutz zumindest auseinandergesetzt hat. Welche Kriterien dafür im Einzelnen erfüllt werden müssen, wissen zwar die wenigsten Verbraucher, es ist ihnen aber offensichtlich auch egal. Denn die Bedeutung von Gütesiegeln hat den Marktforschern der Experton Group zufolge in letzter Zeit weiter zugenommen.

Dies hänge mit dem gestiegenen Bewusstsein der Konsumenten für Datenschutz und Internetsicherheit zusammen. Außerdem hätten sich inzwischen einige Gütesiegel in der Wahrnehmung der Verbraucher als Marke etabliert und einen hohen Wiedererkennungswert – zumindest auf nationaler Ebene. International sei die Verbreitung anerkannter und wahrgenommener Gütesiegel derzeit noch gering.

Gerade wenig bekannte, kleine Webshops könnten durch Gütesiegel und eine größere Anzahl an Zahlverfahren ihre Umsätze nach oben treiben. Der Effekt sei vor allem bei höherpreisigen Artikeln sehr positiv. Experton sieht in Deutschland vier Gütesiegel als fest etabliert an:

  1. Trusted Shops
  2. safer-shopping des TÜV Süd
  3. internet privacy standards (ips)
  4. Geprüfter Online-Shop (EHI/Eurolabel)

Andere Gütesiegel sind laut Experton im Markt weit abgeschlagen oder konzentrieren sich lediglich auf bestimmte Teilaspekte oder Marktsegmente. Nur eingeschränkt glaubwürdig seien Online-Shop-Zertifikate, die an einen angeschlossenen Preisvergleichsdienst gebunden sind. Die Qualitäts- und Prüfungskriterien von BoniCert und „Das Internetsiegel“ bezeichnet Experton als lückenhaft. Eingestellt wurde das von TÜV Secure iT angebotene Siegel „Certified E-Shop“ .

Themenseiten: E-Commerce, IT-Business, Mittelstand, Strategien

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