VeriSign kündigt DNS-Sicherheitsupdate für Anfang 2011 an

Durch eine Lücke im Domain Name System können Angreifer ihre Opfer auf Phishing-Seiten umleiten. Dieses Problem will VeriSign durch die Einführung von Domain Name Security Extensions lösen. In Deutschland erprobt die Denic das Protokoll.

VeriSign hat ein Sicherheitsupdate für das Domain Name System (DNS) angekündigt. Anfang 2011 will das Unternehmen eine schwere Lücke schließen, die Angreifer ausnutzen können, um Besucher einer Website zu einer anderen IP-Adresse, beispielsweise auf Phishing-Seiten, umzuleiten.

Pat Kane, Vizepräsident für den Bereich Naming Services, erklärte gegenüber ZDNet, dass das Problem durch die Einführung von Domain Name Security Extensions (DNSSEC) gelöst werde. Das Protokoll garantiere die Echtheit und Integrität der übermittelten Daten.

Der Sicherheitsforscher Dan Kaminsky hatte den Fehler im Domain Name System schon im vergangenen Jahr entdeckt. Dieser ermöglichte Cyberkriminellen, Transaktions-IDs zu verändern, die bei der Übersetzung eines Domainnamens in IP-Adressen vergeben werden. Nach Angaben des US-Cert waren alle Anbieter von DNS-Servern und Clients von dem Problem betroffen.

Im Mai starteten die zentrale Registrierungsstelle für die Top-Level-Domain .de (Denic), der Branchenverband Eco und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Initiative, um die Sicherheit des Domain Name System zu verbessern. In deren Rahmen wollen sie unter anderem testen, welche Auswirkungen DNSSEC auf die Zuverlässigkeit des Internets hat.

Themenseiten: Hacker, Internet, VeriSign

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