Datenpanne bei DSL-Anbieter Alice

Ein Kunde erhielt mehr als 100 E-Mails mit vertraulichen Daten anderer Kunden. Sie enthielten unter anderem Kontonummern und Passwörter der Betroffenen. Der Bundesbeauftragte für Datenschutz will den Vorfall untersuchen.

Bei der Hansenet-Tochter Alice hat es eine massive Datenpanne gegeben. Einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zufolge konnte ein Kunde des Unternehmens die Adresse „alice@alice.de“ registrieren und erhielt daraufhin mehr als 100 E-Mails, die Links zu vertraulichen Kundendaten enthielten. Darin waren außer der Adresse der Kunden auch ihre Kontodaten, die letzten Rechnungen sowie Service-Passwörter einsehbar.

„Ich hatte auf einmal 172 Mails im Ordner und wusste gar nicht, wo die auf einmal hergekommen sein könnten – bis ich dann feststellte, dass das Daten für Alice sind“, sagte der Betroffene gegenüber NDR Info. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an.

Ein Hansenet-Sprecher erklärte gegenüber dem Hörfunksender, wie es zu der Datenpanne kommen konnte. Vertriebspartner des Unternehmens trügen immer dann „alice@alice.de“ im Anmeldeformular ein, wenn ein Neukunde keine eigene E-Mail-Adresse angebe. Hansenet hat die Adresse mittlerweile gesperrt.

Ende der vergangenen Woche hatte der O2-Mutterkonzern Telefónica mit Telecom Italia eine Vereinbarung über den Kauf von Hansenet unterzeichnet. Die Akquisition hat einen Wert von 900 Millionen Euro. Sie soll im ersten Quartal 2010 abgeschlossen werden.

Themenseiten: Alice, Big Data, Datenschutz, Hansenet

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1 Kommentar zu Datenpanne bei DSL-Anbieter Alice

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  • Am 10. November 2009 um 17:59 von breezer

    Name
    Der E-Mail Empfänger hieß wohl Max Mustermann ;-) …..

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