Intel veröffentlicht E-Reader für Sehbehinderte

Der "Intel Reader" liest Nutzern mittels Text-to-Speech-Funktion englischsprachige E-Books vor. Mit einer integrierten Digitalkamera lassen sich gedruckte Texte fotografieren und digitalisieren. Er ist in den USA ab sofort für 1499 Euro erhältlich.

Intel hat unter dem Namen „Intel Reader“ ein elektronisches Lesegerät für Menschen mit Sehbehinderung oder Dyslexie veröffentlicht. Das Gerät, das von Intels Digital Health Group entwickelt wurde, liest den Nutzern mittels einer Text-to-Speech-Funktion E-Books in englischer Sprache vor.

Der Reader verfügt zudem über eine Digitalkamera mit fünf Megapixeln, mit der Anwender Zeitungen, Bücher und andere gedruckte Texte fotografieren und digitalisieren können. Das Gerät wandelt diese anschließend um und gibt sie in gesprochener Form wieder. Nutzer haben laut Intel die Wahl zwischen mehreren Abspielgeschwindigkeiten.

Gegenüber VentureBeat erklärte Ben Foss, Director of Access Technology bei Intels Digital Health Group, dass sein Unternehmen den Betroffenen die Möglichkeit bieten wolle, eigenständig Texte zu lesen. Foss leidet nach eigenen Angaben selbst unter Dyslexie und hatte die Idee für das knapp 1500 Dollar teure Lesegerät. Er rechnet allein in den Vereinigten Staaten mit 55 Millionen potenziellen Kunden.

Der Intel Reader ist mit einem Atom-Prozessor und 2 GByte Flashspeicher ausgestattet (Bild: Intel).
Der Intel Reader ist mit einem Atom-Prozessor und 2 GByte Flashspeicher ausgestattet (Bild: Intel).

Der Intel Reader unterstützt Texte im Daisy-Format, reine Textdokumente sowie MP3-Dateien. Er wird laut Foss inklusive Nutzerhandbuch in Brailleschrift sowie einer Bedienungsanleitung auf Audio-CD ausgeliefert.

Das linuxbasierte Lesegerät läuft mit einem Atom-Prozessor und verfügt über ein 4,3 Zoll großes Display sowie 2 GByte Flashspeicher. Darauf lassen sich nach Unternehmensangaben bis zu 500.000 Seiten Text oder 600 fotografierte Buchseiten abspeichern. Eine Akkuladung soll beim Vorlesen für bis zu vier Stunden ausreichen.

Vorerst ist der Intel Reader nur in den Vereinigten Staaten und Großbritannien erhältlich. Das Unternehmen plant allerdings, das Gerät auch in anderen Ländern zu veröffentlichen.

Themenseiten: E-Books, Forschung, Hardware, Intel, Personal Tech

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