Betatest von Second Life für Firmen gestartet

Sie dient als Intranet-Ersatz und läuft hinter der Firewall. Unternehmen können in "Second Life Enterprise" Konferenzen abhalten, Inhalte erstellen oder Projekte planen. Die Preise beginnen bei 37.000 Euro.

Linden Lab hat eine offene Beta-Version seines neuen Produktes Second Life Enterprise freigegeben. Es handelt sich um eine Unternehmenslösung zur Implementierung hinter der Firewall.

Second Life Enterprise basiert auf der gleichen Technologie wie die virtuelle 3D-Welt Second Life selbst. Es nutzt die gleichen Kommunikationskanäle – einschließlich Voice-Over-IP, Text-Chat und 3D-Interaktion – und bietet eine identische Benutzeroberfläche. So können Firmen Inhalte erzeugen, Besprechungen abhalten sowie gemeinsam an Projekten arbeiten.

Second Life Enterprise bietet sieben vordefinierte virtuelle Regionen, ein Auditorium, zwei Konferenzzentren und eine Anzahl an Sandkästen, in denen die Anwender virtuelle Produkte testen und sich am Bauen üben können. Des Weiteren kann der Kunde aus einer Reihe von Business-Avataren auswählen. Unternehmen haben die Möglichkeit, bestehende Inhalte von Second Life in Second Life Enterprise Beta zu überführen.

Eine zentrale Administration ermöglicht das Management der gesamten Umgebung einschließlich Nutzer, Regionen und Inhalten aus einer zentralen Stelle mit kompletter LDAP-Integration (Lightweight Directory Access Protocol). Außerdem können Nutzer ihren Avataren ihren realen Namen geben.

Bislang verwenden nach Angaben von Linden Lab 14 Organisationen die Beta-Version von Second Life Enterprise. Dazu zählen IBM, Northrop Grumman, das Naval Undersea Warfare Center, DefenseWeb Technologies, die Case Western Reserve University und das New Media Consortium. „Wir waren eines der Unternehmen, die die Second-Life-Plattform früh angenommen haben. Seitdem die Technologie hinter der Firewall nutzbar ist, setzen wir sie unternehmensweit ein“, so Françoise Legoues, Vice President Innovation Initiatives bei IBM.

Zusätzlich startet Linden Lab demnächst einen Marktplatz für Unternehmensanwendungen und virtuelle Waren. Der Second Life Work Marketplace ist für Anfang 2010 geplant, eine geschlossene Alpha-Phase für das Ende des ersten Quartals 2010 vorgesehen.

Die Preise für Second Life Enterprise beginnen bei 37.300 Euro (55.000 Dollar). Die Betaphase läuft voraussichtlich noch bis Ende des Jahres. Second Life Enterprise wird im Lauf des ersten Halbjahres 2010 öffentlich verfügbar sein.

Mitarbeiter können über Second Life Enterprise innerhalb der Firewall kommunizieren und sich durch einen Avatar virtuell repräsentieren lassen (Bild: Linden Lab).
Mitarbeiter können über Second Life Enterprise innerhalb der Firewall kommunizieren und sich durch einen Avatar virtuell repräsentieren lassen (Bild: Linden Lab).

Themenseiten: Internet, Linden Lab, Networking, Software, Soziale Netze

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