Britisches Jobportal verliert Nutzerdaten nach Hackerangriff

Cyberkriminelle stehlen in Bewerbungen enthaltene persönliche Daten. Die betroffene Zeitung Guardian registrierte den Angriff am Freitag und informierte tags darauf die Nutzer. Scotland Yard ermittelt.

Das Online-Jobportal der britischen Tageszeitung The Guardian hat vertrauliche Daten seiner Nutzer verloren. Das geht aus einer E-Mail hervor, die das Blatt am Samstag an Betroffene verschickte. Ein „technisch ausgefeilter und gut durchdachter Hackerangriff“ ist nach Angaben der Zeitung dafür verantwortlich.

Betroffen sind Jobsuchende, die Bewerbungen auf dem Portal eingestellt haben. The Guardian vermutet, dass die Hacker Zugriff auf alle Daten in den Bewerbungsprofilen hatten. „Unser Provider teilt uns mit, dass die Systeme nun wieder sicher sind und alle Betroffenen identifiziert und benachrichtigt wurden“, heißt es auf der Guardian-Website.

Nach Auskunft der Zeitung wurde der Einbruch am Freitagabend entdeckt. Eine auf Internetverbrechen spezialisierte Abteilung von Scotland Yard habe die Ermittlungen aufgenommen.

Nutzer der Jobbörse, deren Daten verloren gingen, beschweren sich indessen über mangelnde Unterstützung durch The Guardian. Die Zeitung habe weder eine E-Mail-Adresse für Betroffene eingerichtet, noch leiste sie Hilfestellung, um einen Missbrauch der gestohlenen Daten zu verhindern. Das Unternehmen verweise lediglich auf einen allgemeinen Ratgeber der Polizei und die Website „Banksafeonline.org.uk„.

„Ich begrüße die Geschwindigkeit, in der wir informiert wurden“ erklärte ein Nutzer gegenüber ZDNet. „Die Einstellung der Betreiber, dass es sich jetzt um unser Problem handelt, ist jedoch skandalös.“

Themenseiten: Big Data, Datendiebstahl, Hacker, Privacy

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