Projektgruppe „Biopass“ entwickelt Techniken für den E-Pass

Alle Komponenten sollen den europäischen Standards für Ausweisdokumente genügen. Giesecke & Devrient arbeitet an einem Betriebssystem. Infineon steuert unter anderem Verschlüsselungstechniken bei. Insgesamt sind elf Firmen beteiligt.

Elf Chip- und Smartcard-Hersteller haben sich zu der Projektgruppe „Biopass“ zusammengeschlossen, um neue Technik für elektronische Personalausweise (E-Pass) zu entwickeln. Ziel ist die Entwicklung von Chips, Betriebssystemen und Anwendungsprogrammen, die den europäischen Standards für Ausweisdokumente entsprechen. Der Projektgruppe gehören Infineon und NXP an.

Elektronische Ausweise können beispielsweise für Online-Steuerklärungen und für Einkäufe im Internet genutzt werden. Infineon und NXP wollen sich um die Verschlüsselung in den Chips kümmern. So soll die Datenübertragungsrate zwischen Chip und Lesegerät verbessert werden. Zur Zeit sind in Europa noch keine elektronischen Ausweise im Einsatz, die verschlüsselt sind, wie eine Studie der European Network and Security Agency (ENISA) zeigt.

Giesecke & Devrient entwickelt für Biopass ein Betriebssystem. Dabei kommen Webtechniken wie TCP/IP, HTTP, TLS und SOAP zum Einsatz, um die Informationen zu übertragen.

Weitere Beteiligte an dem Projekt sind Gemalto, Precise Biometrics, OKsystem, Compuworx, STMicroelectronics, CEA, id3 Semiconductors und Esterel.

Die Hälfte des 13 Millionen Euro großen Budgets kommt von den beteiligten Unternehmen. Die andere Hälfte stammt von Catrene (Cluster for Application and Technology Research in Europe on NanoElectronics), einem europäischen Förderprogramm für Nanotechnologie.

Biopass ist nicht das einzige europäische Projekt, das sich der Entwicklung elektronischer Personalausweise widmet. Ein weiteres Beispiel ist Project Stork (Secure identity across borders linked). Auf der CeBIT 2009 hatte zudem das Fraunhofer-Institut SIT Anwendungsmöglichkeiten für den elektronischen Ausweis demonstriert.

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