Deutsche Bahn akzeptiert Millionenstrafe im Datenskandal

Für das Ausspionieren von Mitarbeitern zahlt das Unternehmen ein Bußgeld in Höhe von 1,12 Millionen Euro. Der Datenschutzbeauftragte Alexander Dix sieht damit alle Verstöße geahndet. Die Bahn will künftig ein Vorbild beim Datenschutz sein.

Die Deutsche Bahn hat den Bußgeldbescheid des Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix in Höhe von 1,12 Millionen Euro akzeptiert. In einer Pressemitteilung erklärte er: „Das ist das höchste Bußgeld, das eine deutsche Datenschutzaufsichtsbehörde bisher festgesetzt hat.“ Mit dem Bußgeldbescheid werden laut Dix alle bekannt gewordenen Datenschutzverstöße bei der Bahn geahndet.

Im Mittelpunkt der Affäre steht die Bespitzelung von Mitarbeitern in den Jahren 2002 bis 2005. Zur Korruptionsbekämpfung hatte der Konzern die Daten einer Vielzahl seiner Mitarbeiter und deren Angehöriger überprüft. Auch die Überwachung der E-Mail-Kommunikation aller Mitarbeiter durch die Konzernsicherheit war laut dem Datenschutzbeauftragten ausschlaggebend für die Rekordstrafe.

Positiv sieht Dix das Vorhaben der Bahn, künftig ein Vorbild beim Thema Datenschutz zu sein. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen ein Vorstandsressort „Compliance, Datenschutz und Recht“ eingerichtet. „Aus den schwerwiegenden Verstößen in der Vergangenheit zieht die Deutsche Bahn die richtigen Konsequenzen. In ihrem Bestreben, beim Datenschutz künftig positive Maßstäbe zu setzen, werden wir sie nach Kräften unterstützen“, sagte Dix.

Themenseiten: Big Data, Business, Datenschutz, Deutsche Bahn, Gerichtsurteil

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