AT&T verklagt LCD-Hersteller wegen illegaler Preisabsprachen

Zu den Beschuldigten gehören AU Optronics, LG Display und Samsung. Sie haben laut AT&T über einen Zeitraum von zehn Jahren den Wettbewerb in den USA behindert. Das führte zu überhöhten Preisen für Mobiltelefone.

AT&T hat vor einem US-Bundesgericht in San Francisco eine Klage gegen LCD-Hersteller eingereicht. Der amerikanische Mobilfunkanbieter beschuldigt unter anderem AU Optronics, LG Display und Samsung, zwischen dem 1. Januar 1996 und dem 11. Dezember 2006 illegale Preisabsprachen getroffen zu haben.

In der Klageschrift wirft AT&T den Panel-Herstellern vor, „durch ihre jahrelange Verschwörung“ für hohe Panelpreise gesorgt zu haben. Die beschuldigten Unternehmen hätten ein internationales Kartell geformt, um den Wettbewerb für LCD-Panels in den Vereinigten Staaten zu behindern.

AT&T habe in dem genannten Zeitraum mehr als 300 Millionen Mobiltelefone mit LCD-Panels gekauft, deren Preis wegen der Absprachen überhöht gewesen sei. Die angeklagten Hersteller haben sich bislang nicht zu dem Vorwurf geäußert.

Bereits im November 2008 hatten die LCD-Hersteller LG Display, Sharp und Chunghwa Picture Tubes gegenüber dem US-Justizministerium Preisabsprachen für LCD-Bildschirme eingeräumt und sich zu einer Zahlung von 585 Millionen Dollar bereit erklärt.

Themenseiten: AT&T, Business, Displays, LG, Samsung

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