IBM bringt zwei Systemmanagement-Appliances mit Tivoli-Komponenten

Die eine konzentriert sich auf Applikationen, die andere auf Dienste. Letztere verwendet aus ITIL bekannte Praktiken. 2010 sollen weitere Boxen rund um Datensicherheit und Energieverwaltung folgen.

IBM hat zwei Systemmanagement-Appliances für Unternehmen mit bis zu 1000 Mitarbeitern und Abteilungen größerer Firmen vorgestellt. Sie laufen unter den Namen „Tivoli Foundations Application Manager“ und „Tivoli Foundations Service Manager“.

IBM-Manager Mark Fieldhouse zufolge bieten sie erstmals Elemente der Management-Plattform Tivoli in Form einer Box. Dies erlaube eine schnellere Installation in Umgebungen mit wenigen IT-Mitarbeitern und verringere Kosten für Support sowie Konfiguration.

Mit Foundations Application Manager können IT-Mitarbeiter Systeme im Netzwerk entdecken, Verfügbarkeit verwalten und Berichte zu Leistung und Prozessabläufen einer Umgebung erstellen. Fieldhouse: „Es vermittelt Schlüsselwerte für Administratoren – was machen beispielsweise Haupt- und Plattenspeicher, und wie laufen die Anwendungen?“

Die zweite Appliance namens Foundations Service Manager implementiert Service-Desk-Funktionalitäten, wofür sie die Good Practices von ITIL nutzt. „Die Kunden wollen vielleicht keine vollwertigen Service Desks ausrollen, was sehr teuer kommen kann. Deshalb hat unsere Appliance Best Practices eingebaut“, sagt Fieldhouse.

Fieldhouse zufolge benötigt die komplette Integration und Installation keine fünf Tage. „Das beinhaltet schon Entdeckung von Komponenten und Erstellen des Netzwerk-Layouts.“ Für offene Fragen steht ein Wissensportal zur Verfügung. Den Return on Investment sieht IBM schon nach drei Monaten als gegeben an.

Beide Appliances kommunizieren entweder über Agenten oder – im Fall von IBM-Systemen – direkt mit Remote-Systemen. Sie enthalten je nach Konfiguration mehrere Prozessoren und RAID-Speicher-Arrays. Die Preise beginnen bei rund 1100 Euro pro Monat, was Beratung bei der Integration einschließt. Laut Stuart Wilson, der beim britischen IBM-Systemintegrator Pirean arbeitet, kommt ein Service Desk mit fünf Bedienern, die 50 Server verwalten, auf etwa 2500 britische Pfund (2750 Euro) monatlich.

Für das kommende Jahr stellt IBM weitere Appliances in Aussicht, die Datensicherheit und Energieverwaltung in den Mittelpunkt rücken sollen.

IBM konkurriert im Appliance-Markt etwa mit den Kbox-Geräten von KACE, die als Helpdesk-Lösung für kleine bis mittlere Unternehmen ausgelegt sind, aber auch mit den Softwarelösungen von LANDesk und der Symantec-Tocher Altiris. LANDesk hat Lösungen für IT-Service-Management und Service Desk im Programm, Altiris Software-Suiten für Client Management, Asset-Management und Service Desk. Hauptrivale im Bereich Systemmanagement ist und bleibt HP. Datamonitor zufolge führt IBM den Systemmanagement-Markt mit „sehr fortgeschrittenen Leistungsmerkmalen und IT-Konzepten“ an, während HP bei KMUs stärker vertreten ist.

Themenseiten: Hardware, IBM, Networking, Netzwerk

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