Serverfehler führt zu Datenverlust bei Sidekick-Nutzern

Kontakte, Termine und Fotos sind mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren. Betroffene Kunden dürfen die Stromversorgung ihres Geräts nicht unterbrechen. Die Störung des Cloud-Diensts dauert seit mehr als einer Woche an.

T-Mobile USA hat am Samstag Nutzer von Sidekick-Smartphones davor gewarnt, ihre Geräte zurückzusetzen oder den Akku zu leeren beziehungsweise zu entfernen. Ansonsten könne es zum Verlust der in der Cloud gespeicherten Daten wie Kontakte, Termine, Aufgaben und Bilder kommen. Grund dafür sei ein Serverfehler bei dem Cloud-Dienst, den T-Mobile gemeinsam mit der Microsoft-Tochter Danger anbiete. Die Probleme bestehen seit mehr als einer Woche.

T-Mobile hat sich noch am Wochenende bei den Sidekick-Nutzern entschuldigt und erklärt, dass Mitarbeiter des Mobilfunkanbieters rund um die Uhr an einer Lösung des Problems arbeiteten. Die Chancen, Daten zu retten, seien aber sehr gering. „Bedauerlicherweise müssen wir Sie darüber informieren, dass Daten, die Sie nicht mehr auf ihrem Sidekick gespeichert haben, mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren sind“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von T-Mobile und Microsoft.

Im Lauf des Tages will T-Mobile einen neuen Statusbericht zu seinen Bemühungen veröffentlichen. Dann sollen auch Tipps und Vorschläge bereitgestellt werden, um Kunden bei der Wiederherstellung ihrer Daten zu helfen.

Anfang vergangener Woche hatte die Telekom-Tochter noch angekündigt, der Sidekick-Dienst werde bis Donnerstag wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Als Ausgleich für den Ausfall bot der Provider seinen Kunden an, die Nutzungsgebühr für einen Zeitraum von einem Monat gutzuschreiben.

Die Störung des Diensts und der Datenverlust werfen einen Schatten auf Microsofts Bemühungen im Bereich Cloud Computing. Zwar kommt es auch bei Anbietern wie Facebook oder Google immer wieder zu Ausfällen, die jetzt bei Danger aufgetretenen Serverfehler haben aber erstmalig zu einem Datenverlust geführt. Der wiegt in diesem Fall besonders schwer, da der Sidekick-Dienst darauf ausgerichtet ist, dass Nutzer den überwiegenden Teil ihrer Daten in der Cloud speichern – und nicht lokal auf ihrem mobilen Gerät.

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