Ex-MySQL-Chef macht sich bei EU für Oracle-Sun-Deal stark

Laut Mårten Mickos schadet die Verzögerung der Übernahme dem Wettbewerb. Die EU-Kommission ist der Ansicht, dass MySQL in vielen Bereichen mit Oracle-Produkten konkurriert. US-Behörden haben den Kauf bereits genehmigt.

Mårten Mickos (Foto: MySQL)
Mårten Mickos (Foto: MySQL)

Der ehemalige MySQL-Chef Mårten Mickos hat sich bei der EU-Kommission für die Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle eingesetzt. In einem Schreiben an Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes erklärte er, dass die Verzögerung des Deals dem Wettbewerb mehr schade als nütze.

„Jeder Tag der Unsicherheit ist für die verschiedenen Geschäftsbereiche von Sun sehr schädlich und reduziert den Wettbewerb am Markt“, so Mickos.

Die EU-Kommission prüft derzeit den Zusammenschluss von Oracle und Sun, das MySQL im Vorfeld erworben hatte. Anders als das US-Justizministerium, das den Deal bereits genehmigt hat, ist man in Brüssel der Ansicht, dass MySQL in vielen Märkten und Bereichen direkt mit den Produkten von Oracle konkurriert.

Die EU-Kommission ist nach eigenen Angaben noch nicht davon überzeugt, dass die quelloffene Lizenzierung der Datenbank den Wettbewerbsvorteil, den Oracle durch den Zukauf gewinnen könnte, aufhebt. Sollte die Europäische Union die Übernahme verhindern, wird es für Open-Source-Unternehmen nach Ansicht von Mickos künftig immer schwieriger, an Investorengelder zu kommen. Auch das würde dem Wettbewerb am Markt schaden.

Themenseiten: Business, MySQL, Oracle, SQL, SUN, Übernahmen

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