Nvidia stellt Entwicklung neuer Intel-Chipsätze vorläufig ein

Grund sind Lizenzstreitigkeiten mit dem Prozessorhersteller. Vor Neuinvestitionen will Nvidia den Ausgang der laufenden Gerichtsverfahren abwarten. Streitpunkt ist Intels aktuelle CPU-Generation mit integriertem Speichercontroller.

Wie PC Perspective berichtet, will Nvidia vorerst keine neuen Chipsätze für Intel-Prozessoren mehr entwickeln. Grund seien Lizenzstreitigkeiten mit Intel.

Nvidia will dem Bericht zufolge zunächst die Frage klären, ob das bestehende Lizenzabkommen mit Intel auch für die aktuelle CPU-Generation mit integriertem Speichercontroller gilt. Bisher hat Nvidia noch keine Chipsätze auf den Markt gebracht, die Intels Direct Media Interface (DMI) unterstützen.

Die aktuelle Chipsatzgeneration für CPUs mit Frontsidebus wird Nvidia weiterhin anbieten. „Wir sind davon überzeugt, dass dieser Markt noch lange existieren wird“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. „Aufgrund von Intels falschen Behauptungen und unfairen Geschäftspraktiken ist es uns nicht möglich, Chipsätze für künftige CPUs anzubieten. Bis die Angelegenheit im nächsten Jahr vor Gericht geklärt wird, verschieben wir weitere Investitionen für Intels DMI-CPUs.“

Fudzilla will zudem erfahren haben, dass der Entwicklungsstopp auch für AMD-Chipsätze gilt. Der Blog beruft sich dabei auf Drew Henry, leitender Direktor für Plattform-Produkte bei Nvidia. Als Grund nennt Henry die schlechten Verkaufszahlen für AMD-Prozessoren. Es sei für Nvidia wirtschaftlich nicht mehr rentabel, neue Chipsätze für AMD-CPUs zu entwickeln.

Der Lizenzstreit zwischen Nvidia und Intel hatte im Februar mit einer Klage des Prozessorherstellers begonnen. Laut Intel gilt das Lizenzabkommen nicht für seine aktuelle CPU-Generation. Über einjährige Verhandlungen mit Nvidia seien gescheitert, erklärte Intel damals. Im März antwortete Nvidia mit einer Gegenklage und der Drohung, Intel gewährte Lizenzen für Grafikpatente aufzukündigen.

Themenseiten: AMD, Chipsätze, Hardware, Intel, Nehalem, Nvidia

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