EU-Kommission lässt Microsoft Browser-Auswahlbox testen

Bis Anfang November will sie Meinungen von Konkurrenten, Anwendern und PC-Herstellern sammeln. Letztere haben künftig die Möglichkeit, den Internet Explorer auf ihren Systemen komplett zu deaktivieren.

Die EU-Kommission hat Microsoft grünes Licht für den Einsatz der geplanten Browser-Auswahlbox in Windows 7 gegeben. Sie soll in den nächsten Wochen auf dem Markt getestet werden. Die Kommission will bis Anfang November Stellungnahmen von Konkurrenten, Anwendern und PC-Herstellern zur Browserauswahl sammeln.

„Die Verbesserungen, die Microsoft seit Juli eingebracht hat, ermöglichen den Nutzern eine freie Browserwahl“, so die EU-Kommission in einer Mitteilung. Microsoft hat sich unter anderem einverstanden erklärt, zu jedem Browser weiterführende Informationen anzubieten.

Im Rahmen der Vereinbarung wird Microsoft in Europa in den nächsten fünf Jahren eine Browser-Auswahlbox für die Betriebssysteme Windows XP, Vista und Windows 7 anbieten. PC-Hersteller haben darüber hinaus künftig die Möglichkeit, Browser anderer Unternehmen auf Windows-Rechnern zu installieren und Microsofts Internet Explorer komplett zu deaktivieren.

Microsoft begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission. „Für uns ist die heutige Entscheidung ein wichtiger Schritt zum Ende jahrzehntelanger Wettbewerbsstreitigkeiten in Europa“, so Microsoft-Chefanwalt Brad Smith.

Themenseiten: Browser, Microsoft, Software, Windows 7

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4 Kommentare zu EU-Kommission lässt Microsoft Browser-Auswahlbox testen

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  • Am 8. Oktober 2009 um 9:24 von Thomas

    Weia
    Die Leute die bisher zu doof waren FireFox, Safari oder welchen Browser auch immer zu installieren, werden auch diese Auswahlbox als unüberwindliche Hürde finden.
    Erstaunlich wie gelassen MS bei so einem EU Schwachsinn bleiben kann.

    • Am 8. Oktober 2009 um 10:39 von Gismo

      AW: Weia
      Schön, dass DU nicht zu doof bist. Aber die Masse der Leute berührt sowas einfach nicht. PC kaufen, einschalten, loslegen – das ist es doch. Das, was dahintersteckt, ist nicht relavant, es muss einfach laufen.

      Was glaubst du, warum sich Unix, Linux und Co. bei der breiten Masse nicht durchsetzten kann, obwohl es doch eindeutig das bessere Betriebssystem ist? Richtig – es ist für einen stinknormalen Anwender einfach zu kompliziert.

      Du kaufs doch auch ein Auto, setzt dich rein und erwartest, dass es fährt. Oder bastelst du da erst dran rum, baust noch dies ein oder das, schraubst hier oder da…???

      Du hast zwar prinzipiell recht mit deiner Grundaussage, aber bezeichne nicht die Mehrzahl der Leute als „doof“!

      • Am 9. Oktober 2009 um 9:16 von Thomas

        AW: AW: Weia
        @Gismo:

        Schöner Vergleich mit dem Auto. Dann müssten die Hersteller von Autos gezwungen werden auch Autoradios verschiedener Hersteller dem Käufer bereit zu stellen. Zumindest darauf hin zu weisen…

        Ich gebe die aber recht, die meisten user interessiert es wahrscheinlich nicht. Was den Sinngehalt solcher Regelungen noch weiter in Frage stellt.

        Ich traue jedem der Windows starten kann zu, FireFox zu installieren (wenn er/sie denn will). Die EU Komissare und die Befürworter aber offensichtlich nicht. Nicht ich halte irgend wen für doof, sondern die Komissare. Die sagen es nicht so deutlich, drücken es aber in solch sinnfreien Aktionen aus.

  • Am 8. Oktober 2009 um 12:45 von Schall und Rauch

    EU und Dummheit abschaffen
    Das Produkt Windows wird von der EU-Kommission als Infrastruktur betrachtet.
    Ähnlich wie bei den Strom- und Telefonnetzen meint die EU ein Recht zu haben zu regeln ob ein Unternehmen Produkte anderer Hersteller unterstützen oder anbieten muss.

    Die EU lässt sich von Opera, Google und Co politisch vor den Karren spannen.

    Ich frage mich wann Apple, RedHat und Co. dazu verdonnert werden, ebenfalls eine Browserauswahl zu implementieren.

    Oder misst man hier mit zweierlei Maß?…..

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