Microsoft Research zeigt Maus-Prototypen mit Gestensteuerung

Die Forscher wollen klassische Funktionen einer PC-Maus mit Multitouch-Technologien vereinen. Jedes der insgesamt fünf Konzepte integriert Berührungstechnologie auf unterschiedliche Art - beispielsweise durch Infrarotlicht oder Kameras.

Microsoft Research hat auf der Konferenz User Interface Software and Technology (UIST) in Kanada fünf Maus-Prototypen vorgestellt. Sie sollen klassische Funktionen einer PC-Maus mit Multitouch-Technologie vereinen. Jedes Modell integriert Berührungstechnologie auf unterschiedliche Art.

Maus-Prototyp
Maus-Prototyp „FTIR“ (Bild: Microsoft)

Beim Modell FTIR setzt Microsoft das Prinzip der sogenannten frustrierten internen Totalreflexion (FTIR) sowie eine integrierte Kamera ein. Damit nimmt die Maus Berührungen auf einer bogenförmigen Acryl-Oberfläche wahr. Berührt ein Anwender die Maus, wird ein Infrarotlicht aktiviert, das die Infrarot-Kamera an den Berührungspunkten erfasst.

Die Orb-Maus hat eine halbkugelförmige Oberfläche mit einer infrarotempfindlichen Kamera. Für die Gestensteuerung können Microsoft zufolge entweder einzelne Finger oder die ganze Hand verwendet werden.

Bei der Cap genannten Maus setzen die Microsoft-Forscher kapazitive Berührungssensoren ein. Diese nehmen Änderungen der elektrischen Ladung wahr, wie sie die Fingeroberfläche verursacht. Im Gegensatz zu den anderen vier Prototypen, die mit Infrarotlicht arbeiten, ist die Cap-Maus unempfindlich gegenüber dem Umgebungslicht.

Maus-Prototyp "Arty" (Bild: Microsoft)
Maus-Prototyp „Arty“ (Bild: Microsoft)

Die „Side Mouse“ liegt komplett unter der Handfläche des Nutzers und erkennt Berührungen der Tischoberfläche durch die Finger. Ermöglicht wird dies durch eine Kamera mit Infrarotfilter auf der Vorderseite des Eingabegeräts.

Beim Maus-Prototyp Arty hat Microsoft die Idee hinter der Side Mouse noch einen Schritt weiter entwickelt. Neben der Auflage für die Handoberfläche hat dieser Prototyp zwei „Arme“, die sich flexibel und unabhängig mit Daumen und Zeigefinger über die Tischoberfläche bewegen lassen. Dabei kommt ein hochauflösender Sensor zum Einsatz, der für besonders präzises Abtasten sorgen soll.

Themenseiten: Forschung, Hardware, Microsoft

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