RIM schließt kritische Phishing-Lücke in BlackBerry OS

Ein Fehler im BlackBerry-Browser tritt in den Versionen 4.5 oder neuer des Handy-Betriebssystems auf. Angreifer können die Schwachstelle über einen manipulierten Link in einer E-Mail oder SMS ausnutzen.

Research In Motion (RIM) hat ein Update für BlackBerry OS veröffentlicht. Damit schließt das Unternehmen eine kritische Sicherheitslücke im BlackBerry-Browser, die Phishing-Angriffe ermöglicht. Betroffen sind die Versionen 4.5 oder neuer des Handy-Betriebssystems.

Einer Sicherheitswarnung des Unternehmens zufolge zeigt der Browser eine irreführende Meldung an, falls ein Anwender über einen Link in einer E-Mail oder SMS zu einer Website weitergeleitet wird, deren Sicherheitszertifikat eine andere Domain enthält als die ursprüngliche URL. Das Problem wird dadurch ausgelöst, dass in den Adressen enthaltene Nullzeichen in der Warnmeldung nicht dargestellt werden.

So wird zum Beispiel die URL „ZD[Nullzeichen]Net.de“ in dem Dialog als „ZDNet.de“ angezeigt. Dies kann laut RIM dazu führen, dass ein Anwender die Warnung ignoriert und eine schädliche Website besucht.

Betroffene Nutzer sollten den Patch dringend herunterladen und installieren. In der Zwischenzeit rät der Handyhersteller seinen Nutzern zu besonderer Vorsicht bei Links, die sie per SMS oder E-Mail erhalten. „Besucht ein Nutzer eine Website, die eine Warnmeldung auslöst, sollte er auf die Schaltfläche ‚Verbindung beenden‘ klicken“, so der Hersteller.

Eine Schwachstelle im BlackBerry-Betriebssystem ermöglicht Angreifern, manipulierte URLs vor Nutzern zu verbergen (Bild: RIM).
Eine Schwachstelle im BlackBerry-Betriebssystem ermöglicht Angreifern, manipulierte URLs vor Nutzern zu verbergen (Bild: RIM).

Themenseiten: Handy, Phishing, Research In Motion

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