Erste DirectX-11-Grafikkarten der ATI-Radeon-Serie HD 5000 vorgestellt

Die Platinen kommen mit 1 GByte GDDR5-RAM und einem 256 Bit breiten Speicher-Interface. Je nach Modell taktet die GPU mit 725 oder 850 MHz. Erste Karten dürften kommende Woche zu Preisen ab 220 respektive 320 Euro in den Handel kommen.

HIS, MSI, PowerColor und Sapphire haben ihre ersten Grafikkarten-Modelle mit AMDs neuem High-End-Grafikprozessor „Cypress“ vorgestellt, der im 40-Nanometer-Verfahren gefertigt wird und die Schnittstellen DirectX 11 sowie OpenCL 1.0 unterstützt. Die Platinen der Radeon-Serien HD 5850 und HD 5870 verfügen über 1440 beziehungsweise 1600 Stream-Prozessoreinheiten und ein 256 Bit breites Speicherinterface.

Die HD-5850-Karten arbeiten mit 1 GByte GDDR5-RAM, der standardmäßig mit 1000 MHz getaktet ist. Der Grafikchip Cypress Pro läuft mit einem Takt von 725 MHz. Die HD5870-Modelle kommen ebenfalls mit 1 GByte GDDR5-Speicher, der aber mit 1200 MHz etwas höher taktet. Die GPU Cypress XT arbeitet mit 850 MHz. Alle Werte entsprechen damit dem Referenzdesign von AMD.

Die neuen Radeon-Karten unterstützen PCI-Express 2.0, Shader Model 5.0, ATIs CrossfireX-Technologie und den bereits aus der Vorgängerserie HD 4000 bekannten Video Decoder (UVD), der die CPU bei der Wiedergabe von Blu-ray- oder HD-DVD-Filmen entlasten soll. In der überarbeiteten Enhanced-Version kann er nun zwei 1080p-Videostreams gleichzeitig kodieren.

Die HDMI-Schnittstelle wurde mit Version 1.3a ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. Darüber lässt sich auch ein digitales 7.1-Audiosignal übertragen. Neu ist der Multi-Monitor-Modus „Eyefinity“, der die Ansteuerung von bis zu drei Bildschirmen (als Special Edition bis zu sechs Bildschirme) mit einer Auflösung von jeweils 2560 mal 1600 Pixeln ermöglicht.

Bildverbesserungen wie anisotropische Filterung und Kantenglättung (Antialiasing) sollen mit den neuen Grafikchips deutlich besser und effizienter arbeiten, so dass die Leistung beim Aktivieren der Features weniger stark einbricht. Mit der Unterstützung für DirectX 11 mit DirectCompute und OpenCL beinhalten die GPUs zudem alle wichtigen Komponenten, die für das GPGPU-Computing wichtig sind, beispielsweise um Videos deutlich schneller zu konvertieren.

Die Karten von HIS, MSI, PowerColor und Sapphire bieten neben zwei DVI-Anschlüssen eine HDMI-Schnittstelle und einen DisplayPort-Ausgang. Wie ein erster Test von ZDNet ergeben hat, arbeitet der verbaute Standardlüfter auch unter Volllast angenehm leise. Die Performance hat sich gegenüber der Vorgängergeneration nahezu verdoppelt, ohne dass die Leistungsaufnahme dramatisch gestiegen ist. Im Idle-Modus benötigt die ATI Radeon HD 5870 mit etwa 27 Watt sogar die geringste Energie von allen derzeit verfügbaren High-End-GPUs.

Die neuen Grafikkarten sollen in Kürze erhältlich sein. Bislang haben nur HIS und PowerColor eine unverbindliche Preisempfehlung gegeben: HIS bietet die HD 5850 für 229 Euro und die HD 5870 für 339 Euro an. PowerColor verlangt für die schwächere Variante 259 Dollar und für das Topmodell 379 Dollar. Diverse Internethändler listen die Karten bereits ab etwa 220 respektive 320 Euro.

Erste Karten der neuen ATI-Radeon-Serie HD 5800 dürften ab kommender Woche erhältlich sein (Bild: HIS).
Erste Karten der neuen ATI-Radeon-Serie HD 5800 dürften ab kommender Woche erhältlich sein (Bild: HIS).

Themenseiten: AMD, Grafikchips, HIS, Hardware, MSI, PowerColor, Radeon, Sapphire

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