AMD stellt neue Notebook-Plattformen vor

Tigris steigert mit einem neuem Chipsatz vor allem die 3D-Performance. Mit Congo zieht ein Dual-Core-Chip in kompakte Notebooks ein. Das neue Marketingprogramm Vision soll Anwendern den Kauf eines PCs erleichtern.

AMD hat mit Tigris und Congo neue Plattformen für Notebooks vorgestellt. Tigris zielt auf größere Geräte ab 14 Zoll Bildschirmdiagonale ab, Congo auf kompakte Maschinen mit höchstens 13 Zoll. Ein neues Marketingprogramm unter dem Namen Vision soll Käufern die Vorteile von Geräten unterschiedlicher Leistungsklassen besser erklären.

Erstmals bei AMD halten mit der Tigris-Plattform 45-Nanometer-CPUs Einzug ins Notebook: Turion II (1 MByte L2-Cache pro Kern) und Turion II Ultra (512 KByte L2-Cache pro Kern) sind im Wesentlichen verkleinerte Versionen ihrer Vorgänger Turion X2 und Turion X2 Ultra. Neu sind eine 128-Bit-FPU und die Befehlssatzerweiterung SSE4a. Die TDP bleibt mit 35 Watt aber auf dem Niveau des Vorgängers. Der Chipsatz RS880M mit schnellerer Grafikeinheit auf HD-4000-Basis bietet DirectX-10.1-Unterstützung. Integriert ist außerdem eine neue Version des Unified Video Decoder, der SD-Material hochskaliert und beim Decoding Picture-in-Picture-Szenarien ermöglicht. PowerPlay 10 soll für eine Verringerung des Stromverbrauchs sorgen.

Congo, der Nachfolger der Anfang Januar eingeführten Yukon-Plattfom, wird deutlich leistungsfähiger: Als CPU kommt der Doppelkern Turion X2 Neo L625 mit 1,6 GHz Taktfrequenz zum Einsatz, dessen TDP mit 18 Watt aber etwas über den 15 Watt seines einkernigen Vorgänger liegt. Der Chipsatz RS780MN verfügt über eine DirectX-10-Grafik auf Basis des Mobility Radeon 3200. Wie bisher können sich OEMs auch für diskrete GPUs entscheiden. Zur Verfügung stehen beispielsweise die Mobility Radeon HD 3410 oder ein Chip aus der Serie Mobility Radeon HD 4000.

Die Einführung der neuen Plattformen soll eine Marketingkampagne namens Vision begleiten, um dem Anwender den Kauf durch Einsatzszenarien zu erleichtern. Statt technischer Details – die gibt es natürlich auch – will AMD mit Vision, Vision Premium und Vision Ultimate drei Sticker etablieren, die erklären, für welche Anwendungen sich das Gerät eignet. Mit jeder Stufe des Vision-Programms ist eine Mindestkonfiguration verbunden. Während der Einstieg beispielsweise mit einer Chipsatz-Grafik beginnt, ist für die Premium-Variante eine diskrete High-End-GPU notwendig.


Auf Basis von Anwendungsszenarien soll die Vision-Kampagne den Kauf von PCs vereinfachen (Foto: AMD).

Mit der Tigris-Plattform will AMD auch das Thema GPGPU-Computing forcieren. Für Programme wie Sony Movie Studio 9 Platinum und Cyberlink MediaShow Espresso sollen Plug-ins zur Verfügung stehen, die Funktionen wie das Transcoding von Videos beschleunigen.

Themenseiten: AMD, Chipsätze, Hardware, Notebook

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