Yahoo: Mail und Messenger jetzt mit Social Networking

Der Benutzerstatus kann nun von den meisten Seiten aus geändert werden. Außerdem wurde die Suche überarbeitet. Je nach Suchtyp erscheinen Ergebnisse bei Wissenssites oder Social Networks an prominenter Stelle.

Yahoo Messenger sieht - wie viele andere Yahoo-Kernprodukte - mehr und mehr nach Sozialem Netzwerk aus (Bild: Yahoo).
Yahoo Messenger sieht – wie viele andere Yahoo-Kernprodukte – mehr und mehr nach Sozialem Netzwerk aus (Bild: Yahoo).

Yahoo hat die meisten seiner Kernprodukte überarbeitet, darunter die Suchmaschine, Mail und Messenger. Sie bekommen zusätzliche „soziale“ Funktionen: Nutzer können innerhalb des Portals oder im Messenger ihren Status aktualisieren, Fotos zeigen und Videotelefonate starten. Die Suche bekommt zudem eine neue Ergebnisseite, die Suchenden Zugriff auf die gesuchten Inhalte geben soll, ohne die Ergebnisse zu verlassen.

„Unsere Nutzerbasis wächst, wenn die Dinge einfacher sind und mehr Spaß machen“, sagt Elisa Steele, Yahoos Chief Marketing Officer. Man habe zwei Absichten: Einerseits wolle man weitere Anwender anziehen, die mit Yahoo noch nicht vertraut sind, und andererseits die bestehenden Nutzer etwa von Yahoo Mail dazu bringen, mehr Zeit auf der Site zu verbringen.

Zu diesem Zweck enthält Yahoo Mail, der weltweit führende E-Mail-Dienst, nun Statusmeldungen, Links auf persönliche Inhalte wie Fotoalben und zusätzliche Anwendungen wie den E-Card-Dienst Evite. Die neue Homepage ermöglicht Status-Updates, die innerhalb des Yahoo-Netzwerks (Listen von Freunden, etwa auch im Messenger) erscheinen. Eine Box gibt Zugriff auf Mail- und Messenger-Features.

In Mail wurde die Maximalgröße von Attachments von 10 auf 25 MByte erhöht – auch dies eine Möglichkeit, Bilder auszutauschen.

Auch wenn Yahoo seine Suchabteilung in den kommenden Monaten im Rahmen des geschlossenen Suchabkommens an Microsoft überstellen wird, hat sie die Ergebnisseite noch einmal neu strukturiert. Zum Beispiel erscheinen jetzt Links zu Wikipedia und eHow auf der linken Seite, wenn nach Sachthemen gesucht wird. Vermutet die Maschine, der Anwender suche nach einer Person, erscheinen dort an erster Stelle Treffer bei Facebook und Twitter. „Die Suche nach Personen war bisher Googles Domäne. Wir werden ihnen das wegnehmen“, so Larry Cornett, Yahoos Vizepräsident für Suche und Design.

Prabhakar Raghavan, der Leiter der Yahoo Labs, wies darauf hin, dass Yahoo die Kontrolle über die Präsentation der von Bing kommenden Suchergebnisse behalten wird. Viele Leute vergäßen, dass Microsoft nur das Back-End stelle, sagte er. Die Anwendererfahrung bleibe ganz unter Yahoos Kontrolle. „Wir sind keine Version von Bing. Was wir mit den Ergebnissen tun, in welcher Farbe wir sie anzeigen, das ist ganz uns überlassen.“

Die neuen Features laufen derzeit überwiegend noch im Testbetrieb. Der Rollout soll in Kürze beginnen.

Themenseiten: Bing, Internet, Messenger, Microsoft, Networking, Soziale Netze, Suchmaschine, Yahoo

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