MSI X600: Langläufer trotz Dual-Core und diskreter GPU?

Notebooks mit guter Akkulaufzeit fordern oft Abstriche bei der Performance. MSI bringt mit dem X600 ein 15-Zoll-Gerät, das trotz Zweikern-CPU und schneller ATI-Grafik lange durchhalten soll. ZDNet hat es getestet.

In letzter Zeit kommen vermehrt Notebooks mit langer Akkulaufzeit auf den Markt. Die meisten Geräte tummeln sich in der 13-Zoll-Klasse oder darunter und fordern Abstriche bei der Leistung, beispielsweise in Form eines Single-Core-Prozessors. Mit dem neu aufgelegten X600 bietet MSI nun ein 15-Zoll-Notebook mit Dual-Core-CPU und diskreter Grafik, das Langläufer-Qualitäten aufweisen soll. ZDNet hat es getestet.

Das Äußere des X600 erinnert mit seinen abgerundeten Ecken und dem sich zu den Kanten hin verjüngenden Chassis ein wenig an das MacBook Air. Die Apple-Maschine ist aber noch deutlich dünner.

Der Deckel des schwarzen Kunststoffgehäuses und der Rand des Displays sind mit dunklem Hochglanzlack überzogen. Fingerabdrücke sind besonders um den Screen herum deutlich zu sehen. Die Handballenauflage ist erfreulicherweise in mattem Schwarz gehalten und daher relativ unempfindlich.
Wie fast alle Consumer-Notebooks hat auch das X600 ein Display mit Glare-Beschichtung. Reflexionen, insbesondere bei stromsparend heruntergedimmter Hintergrundbeleuchung, sind nicht zu vermeiden. Auch die horizontale Blickwinkelabhängigkeit fällt negativ auf.

Der Screen des X600 im 16:9-Seitenverhältnis löst 1366 mal 768 Bildpunkte auf – nicht mehr als das viele 13-Zoll-Geräte. Angesichts der größeren Diagonale von 15,6 Zoll wäre eine etwas höhere Auflösung wünschenswert. Daraus lassen sich mehr Informationen darstellen, was die Produktivität erhöht. Über dem Display ist eine 1,3-Megapixel-Webcam positioniert.

MSI nutzt den Platz des 15-Zoll-Geräts voll aus und integriert eine Tastatur mit Ziffernblock. Sie bietet guten Komfort beim Tippen, die nur ein- statt zweizeilige Enter-Taste ist aber ein wenig gewöhnungsbedürftig. Das Touchpad beherrscht Multitouch: Scrollen wird beispielsweise durch das ziehen zweier Finger realisiert, was gegenüber der sonst üblichen Ein-Finger-Bedienung deutlich praktischer ist. Das Vergrößern und Verkleinern von Content durch Spreizen der Finger funktioniert aber nicht besonders zuverlässig.

Das X600 verfügt über drei USB-Schnittstellen und einen USB-/eSATA-Kombiport. Außerdem sind Gigabit-Ethernet, VGA und HDMI integriert. Drahtlos nimmt das Gerät per WLAN nach 802.11b/g/n sowie Bluetooth Verbindungen auf. Ein Expresscard-Steckplatz ist nicht integriert.

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1 Kommentar zu MSI X600: Langläufer trotz Dual-Core und diskreter GPU?

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  • Am 26. August 2009 um 13:59 von Nörgler

    Wieder ein tolles Gerät
    mit einem gar nicht tollen verspiegelten Display.
    Würden die Leute wohl auch spiegelnde TVs kaufen wenn sie 100Euro günstiger wären?

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