Micron sieht Trend zu Managed Flash für Smartphones

Bisher kommen rohe Flashmodule ohne Controller zum Einsatz. Apple verbaut einen zusätzlichen Controller. Verwaltete Flashbausteine bringen 2010 vermutlich eine Annäherung an hochtechnische SSDs.

Der Palm Pre beispielsweise kommt mit einem 8 MByte großen integrierten Flashspeicher. Integrierte Schaltelektronik könnte ein Nachfolgeprodukt Micron zufolge schneller machen (Bild: Palm).
Der Palm Pre beispielsweise kommt mit einem 8 MByte großen integrierten Flashspeicher. Integrierte Schaltelektronik könnte ein Nachfolgeprodukt Micron zufolge schneller machen (Bild: Palm).

Micron erwartet, dass in Smartphones zukünftig raffiniertere Formen von Flashspeicher zum Einsatz kommen werden – beispielsweise Managed Flash. Heute verwendeten Geräte wie Apples iPhone relativ primitive Module mit bis zu 32 MByte Kapazität, sagt der zuständige Vice President von Micron, Brian Shirley. Sie seien denen von Billighandys oder Digicams nicht unähnlich.

Wenn sich Smartphones jetzt weg von simplen Geräten auf dem Niveau eines MP3-Players und hin zu kleinen PC-Varianten entwickelten, würden die Hersteller von Speicherchips auch technisch aufwändigere Bausteine anbieten. Shirley: „In MP3-Playern kommt heute fast ausschließlich ‚roher‘ NAND-Speicher zum Einsatz. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, wo wir eine Wendung hin zu verwaltbarem NAND erwarten.“ NAND bezeichnet die Art von Flashspeicher, die sowohl in Flashkarten als auch in Solid-State Drives (SSDs) für PCs und Notebooks zum Einsatz kommt.

Managed NAND nimmt ungefähr eine Mittelposition zwischen einfachen Modulen etwa für SD-Karten und teuren SSDs ein. „Wir schätzen, dass das 2010 ein ziemlich blühendes Marktsegment sein wird“, so Shirley.

Solid-State Drives, wie sie vor allem in Netbooks häufig verbaut sind, arbeiten besonders schnell, da sie über eingebaute Controller und Firmware verfügen, also hochentwickelte Halbleiter, die Verwaltungsaufgaben übernehmen und so Lese- wie Schreibzugriff beschleunigen. Managed NAND würde sich dieser Ausprägung zumindest annähern.

Das iPhone von Apple verfügt dem auf Flash spezialisierten Analysten Gregory Wong von Forward Insights zufolge über rohe Flashmodule und einen separaten Controller, der die Zugriffe regelt. „Apple hat gerne die Kontrolle über diese Bauteile, um die Geschwindigkeit erhöhen zu können. Sie sind sehr gut darin, ihre Produkte vom Markt abzusetzen. Für sie zählt nur die Nutzererfahrung.“ Dennoch beziehungsweise gerade deshalb erwartet Wong, dass auch Apple an schnelleren Flashmodulen interessiert ist.

Themenseiten: Flash, Handy, Hardware, Micron, SSD

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