Britischer Cloud-Spezialist vermietet Supercomputer

Penguin Computing stellt Hochleistungs-Cluster für Forscher und Ingenieure zur Verfügung. Das Angebot ist auf Parallel-Computing optimiert. Das Unternehmen verspricht direkten Zugriff auf die Hardware ohne Virtualisierung.

Forscher, Wissenschaftler und Ingenieure können jetzt quasi einen Supercomputer als Cloud-Computing-Dienst bei Penguin Computing mieten. Der Dienst nennt sich Penguin on Demand (POD). Laut einer Mitteilung des Unternehmens wendet sich das Angebot an Kunden, die High Performance Computing (HPC) benötigen, ohne dafür selbst ein Computer-Cluster kaufen, aufsetzen und verwalten zu wollen.

„Die heute am weitesten verbreiteten Cloud-Infrastrukturen wie Amazon EC2 sind nicht für Hochleistungs-Parallel-Computing optimiert, wie es für die Forschung und wissenschaftliche Simulationen benötigt wird“, sagt Charles Wuischpard, Chief Executive von Penguin. „POD bietet den sofortigen Zugriff auf sehr leistungsfähige HPC-Infrastrukturen. Für viele Anwender ist es sonst sehr schwierig oder sogar unmöglich, einigermaßen zeitnah und kostengünstig an solche Ressourcen zu gelangen.“ POD werde HPC einem „wesentlich breiteren Markt“ zugänglich machen.

Penguin nutzt nach eigenen Angaben Linux-Cluster mit auf Intel-Xeon-Prozessoren basierenden Knoten zusammen mit Hochleistungs-Speicherbausteinen. Dadurch könnten die Kunden sofort auf die volle Leistung der Server zugreifen und die beste Performance erzielen – anders als bei virtualisierten Umgebungen, wie sie von den meisten Cloud-Computing-Diensten genutzt würden.

Ein ähnlicher Dienst wie POD soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Die Cambridge University plant, ihren Supercomputer Darwin als Cloud-Dienst für kleine und mittlere Betriebe zu öffnen, die dort Rechenzeit buchen können.

Themenseiten: Cloud-Computing, Penguin Computing, Supercomputing, Telekommunikation

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