Yahoo behält sich Ausstieg aus Suchabkommen mit Microsoft vor

Die Klausel ist an Verdienst und Marktanteile im Vergleich zu Google geknüpft. Sollte der gemeinsame Marktanteil zu weit sinken oder der wirtschaftliche Erfolg ausbleiben, kann Yahoo den Vertrag aufkündigen.

Sollte Microsoft als Technik-Provider für Yahoo versagen, kann Yahoo aus dem kürzlich geschlossenen Vertrag aussteigen. Das geht aus einem Schreiben der US-Börsenaufsicht US Securities and Exchange Commission (SEC) hervor.

Laut dem Dokument hat Yahoo das Recht zur Kündigung, „wenn der im Nachhinein berechnete jährliche Durchschnitt des Einkommens pro Suchanfrage (Revenue Per Search, RPS) in den Vereinigten Staaten von Yahoo und Microsoft gemeinsam unter einen bestimmten Prozentsatz von Googles geschätztem RPS fällt – berechnet auf einer vergleichbaren Basis.“ Gleiches gilt, wenn der gemeinsame Anteil am Suchmaschinenmarkt in den Vereinigten Staaten unter einen bestimmten Prozentsatz fällt.

Yahoo wollte keine Angaben zur Höhe des RPS oder des kritischen Marktanteils machen, bei dem die Ausstiegsklausel wirksam wird. Microsoft garantiert Yahoos RPS für die ersten 18 Monate nach dem Abschluss des Vertrags. Die Ausstiegsklausel wird also erst nach dieser Frist relevant. Andererseits ist sie nur vor dem fünften Vertragsjahr sinnvoll, weil Yahoo danach ohnehin das Recht hat, den Vertrag zu kündigen, wenn der Verdienst im Vergleich zu Google zu gering ausfallen sollte.

Aus dem SEC-Dokument gehen noch weitere Details des Suchabkommens hervor: Microsoft muss mindestens 400 Mann technisches Personal von Yahoo übernehmen und ihnen „marktübliche“ Entschädigungen zahlen. Die beiden Parteien vereinbaren zusätzlich einen „begrenzten, nicht exklusiven“ Austausch von Lizenzen auf patentierte Produkte. Sollten weitere Vertragsdetails nicht bis zum 27. Oktober 2009 geklärt sein, geht der Vertrag in die Schlichtung.

Themenseiten: Bing, Business, Microsoft, Suchmaschine, Yahoo

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