Stromsparende GPS-Plattform Sirfstar IV veröffentlicht

Es ist das erste Update seit der Sirf-Übernahme durch CSR. Die neue Architektur soll auch die Positionsbestimmung beschleunigen. Erste Geräte könnten noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Cambridge Silicon Radio (CSR) hat einen neuen GPS-Chipsatz für Smartphones vorgestellt, der stromsparender arbeiten soll als die Vorgängerversionen. Sirfstar IV wurde zusammen mit dem ersten Produkt vorgestellt, das die neue Architektur nutzt – dem Empfänger GSD4t von CSR.

Einige Proben des GSD4t werden jetzt an Hersteller von Mobiltelefonen und anderen tragbaren Geräten ausgeliefert. Die eigentliche Produktion soll im Oktober beginnen. Laut CSRs Chief Marketing Officer Kanwar Chadha werden die ersten Produkte mit Sirfstar IV Ende diesen Jahres oder Anfang 2010 für Anwender verfügbar sein.

Chadha sagte gegenüber ZDNet, dass heutige Smartphones mit GPS-Funktionen nicht so gut arbeiteten wie spezielle Navigationsgeräte – und das, obwohl beide Kategorien dieselbe Technik verwendeten. Er führt drei Faktoren an, die für das schlechte Abschneiden verantwortlich seien: den hohen Batterieverbrauch, die träge Darstellung der Position und die Störsignale, die von der übrigen Elektronik in den Smartphones stammten. Die langsame Aktualisierung der Position führt der Marketing-Chef darauf zurück, dass sich der Empfänger ständig an- und abschalte, um Strom zu sparen.

Sirfstar IV ist laut Chadha weder „ständig an- noch ständig abgeschaltet“. Die Plattform falle stattdessen in einen „Aware“-Zustand (zu Deutsch „aufmerksam“), in dem sie alle nötigen Informationen für eine schnelle Positionsbestimmung vom Satelliten empfange. Der Modus habe aber einen extrem niedrigen Stromverbrauch. Dank dieses Ansatzes müsse der GPS-Empfänger nicht aus Stromspargründen ständig an- und abgeschaltet werden. Das wiederum mache die Positionsbestimmung schneller.

Nach Chadhas Angaben brauchen Geräte mit Sirfstar-IV-Plattform zwischen 50 und 500 Mikroampère. Damit wäre der Stromverbrauch wesentlich niedriger als bei den bestehenden GPS-Plattformen, die im Milliampère-Bereich arbeiten.

„Als zweite Maßnahme haben wir eine neue Technik entwickelt, die nach Signalen sucht, die den GPS-Empfang stören können. Diese Störquellen werden dann beseitigt, bevor sie das GPS-Signal beeinflussen“, sagt Chadha.

CSR ist eine englische Firma, die sich hauptsächlich auf die Herstellung von Bluetooth-Chips spezialisiert hat. Im Februar 2009 hatte das Unternehmen den GPS-Chiphersteller Sirf gekauft. Sirf-Gründer Kanwar Chadha wurde damals Chief Marketing Officer bei CSR.

Themenseiten: Cambridge Silicon Radio, GPS, Mobil, Mobile

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