Trekstor stellt Insolvenzantrag

Der vorläufige Insolvenzverwalter gibt sich hinsichtlich der langfristigen Sanierungsaussichten optimistisch. Er ruft Kunden und Lieferanten jedoch zur Unterstützung auf. Das Unternehmen wird vorerst weitergeführt.

Trekstor hat gestern beim Amtsgericht Darmstadt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Jan Markus Plathner von der Frankfurter Kanzlei Brinkmann & Partner bestellt.

Dessen Ziel ist es, das Unternehmen weiterzuführen und schnellstmöglich eine Sanierung zu erreichen. Er habe eine „sehr geordnete Struktur“ vorgefunden, so dass eine wichtige Voraussetzung dafür bereits vorhanden ist. „Ein tragfähiges Sanierungskonzept bedarf der Unterstützung aller Beteiligten – insbesondere der Kunden und der Lieferanten“, teilt Plathner in einer Presseausendung des Unternehmens mit.

Trekstor wurde 2001 von Daniel Szmigiel im hessischen Lorsch gegründet. Das Unternehmen konzentrierte sich zunächst auf die Herstellung von USB-Sticks. 2003 kamen externe Festplatten und später auch MP3-Player zur Angebotspalette hinzu. Vor allem mit letzteren zog Trekstor in der Vergangenheit die Aufmerksamkeit des Marktes auf sich – etwa durch Werbekampagnen mit Dieter Bohlen. In jüngster Zeit konzentrierte sich Trekstor beim Ausbau seines Portfolios wieder verstärkt auf externe und mobile Festplatten. Vom Wettbewerb unterscheidet sich das hessische Unternehmen in beiden Segmenten dadurch, dass es nicht nur als Vertriebsbüro fungiert, sondern am Standort in Lorsch noch selbst fertigt.

Kritiker warfen der Firma mehrfach die großangelegten Werbekampagnen vor, die über ihre Verhältnisse gingen: Nach Dieter Bohlen setzte es etwa auf den Boxer Arthur Abraham als Werbeträger. In der Branche wurden daher immer wieder Vergleiche mit dem Anfang vergangenen Jahres medienwirksam in die Insolvenz gegangenen Wettbewerber Maxfield gezogen.

Themenseiten: Business, Krise, Trekstor

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