EU-Kommission diskutiert mit Autoren und Verlagen über Googles Buchsuche

Am 7. September soll ein Treffen stattfinden. Vertreter von Google werden auch anwesend sein. Laut Google will die EU nur "die Fakten klären" und keine Untersuchung einleiten.

Die Regulierungsbehörden der Europäischen Union möchten laut einem Bericht der Associated Press, dass sich Verleger und Autoren in den Streit um die Google-Buchsuche einschalten. Deshalb soll es am 7. September ein Treffen aller Betroffenen mit Vertretern der Europäischen Kommission geben, bei dem auch Google-Vertreter anwesend sein werden.

Zu den Verhandlungen schrieb ein Google-Sprecher auf Nachfrage in einer E-Mail: „Wie es aussieht, geht es um ein Routinetreffen der Kommission, um die Fakten zu klären. Es geht nicht um eine Untersuchung. Wir freuen uns, an dem Treffen teilnehmen zu können. Wir sind mit der EU-Kommissarin Viviane Reding einer Meinung, wenn sie sagt: ‚Wir sollten ein modernes europäisches Regelwerk schaffen, dass die Digitalisierung von Büchern ermutigt.'“

Bei dem Treffen soll das Google Book Settlement von 2008 diskutiert werden. Durch das Abkommen würde Google gegen Zahlung von 125 Millionen Dollar das Recht bekommen, Bücher, die nicht mehr im Druck sind, aber noch unter den Urheberrechtsschutz fallen, zu digitalisieren und zu veröffentlichen.

Das Gericht, welches das Verfahren überwacht, hat Autoren eine Frist bis zum 4. September eingeräumt. Bis dahin können sie ihre Teilnahme am Google Book Settlement widerrufen.

Anfang Juli hatte das US-Justizministerium eine Untersuchung des Google Book Settlement eingeleitet. Nach einem Bericht des Wall Street Journal interessiert sich mittlerweile auch der Rechtsausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses für die rechtlichen Folgen des Abkommens.

Themenseiten: E-Books, Google, Internet, Urheberrecht

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