Verizon will Handys künftig maximal sechs Monate exklusiv vertreiben

Danach sollen kleinere Provider sie ins Programm aufnehmen können. Verizon reagiert damit auf Kritik des US-Kongresses und eine Untersuchung der US-Justiz. Exklusivverträge fördern aber laut dem Provider die Entwicklung innovativer Mobiltelefone.

Der US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless will zukünftig Handys nur noch über einen Zeitraum von maximal sechs Monaten exklusiv verkaufen. Danach sollen auch kleinere Provider mit weniger als 500.000 Kunden die Möglichkeit erhalten, die Geräte in ihr Programm aufzunehmen. Dies geht aus einem Brief von Verizon-CEO Lowell McAdam an US-Kongressabgeordnete hervor.

Die Ankündigung gelte für alle zukünftigen Vereinbarungen mit allen Handyherstellern, heißt es in dem Schreiben. Das Unternehmen reagiert damit auf Kritik des US-Parlaments und eine Untersuchung des US-Justizministeriums, wonach exklusive Vertriebsvereinbarungen möglicherweise gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen.

McAdam verteidigte aber auch den alleinigen Vertrieb bestimmter Handy-Modelle. Dadurch würden Wettbewerb und Innovationen bei der Entwicklung und Gestaltung neuer Mobiltelefone gefördert. Die Begrenzung auf sechs Monate sei eine für alle Beteiligten faire Lösung.

Der bekannteste Exklusivvertrag ist der Deal zwischen AT&T und Apple, der dem Unternehmen bis zum nächsten Jahr den Alleinvertrieb des iPhone sichert. AT&T soll sich darum bemüht haben, das Abkommen zu verlängern. Darüber hinaus hat auch Verizon Interesse am iPhone-Vertrieb in den USA angemeldet. In Deutschland soll Berichten zufolge T-Mobiles Monopol auf das Apple-Smartphone im November enden.

Themenseiten: Handy, Mobil, Mobile, Verizon Wireless, iPhone

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