Symbian startet Entwicklerprogramm „Horizon“

Die Entwicklung, Zertifizierung und Vermarktung von Symbian-Applikationen soll kostenlos unterstützt werden. Entwickler können sich jetzt bewerben. Das Programm startet im Oktober.

Die Symbian Foundation hat ein Programm namens Horizon zum Vertrieb von Software vorgestellt. Horizon soll Entwicklern kostenlos beim Schreiben und Vermarkten von Software für die Open-Source-Mobilplattform helfen.

Das Programm wird nach Angaben der Foundation im Oktober starten. Interessenten können sich bereits jetzt registrieren. Welche Applikationen und welche Entwickler schließlich gefördert werden, entscheidet die Foundation.

Die Firmenallianz wird laut Ankündigung Entwickler bei der Programmierung von Anwendungen für alle Geräte mit Symbian-Betriebssystemen unterstützen. Man werde ihnen auch dabei helfen, die Produkte in den zu bestimmten Geräten gehörigen Online-Shops zu platzieren. Einen eigenen App-Store für Symbian soll es allerdings nicht geben. Neben der Organisation des Vertriebs will die Symbian Foundation auch die Zertifizierung, Übersetzungsdienste und Marketingaufgaben übernehmen.

Lee Williams, Chief Executive der Symbian Foundation sagt über Horizon: „Unser Ziel ist es, solide Anwendungsentwicklung zu unterstützen. Außerdem wollen wir die Gewinne und die Vielfalt der angebotenen Mobil-Applikationen in den Stores sowie die Kundenzufriedenheit erhöhen. Das alles geschieht zum allgemeinen Nutzen des Mobilmarktes.“

Die eingesandten Applikationen würden danach beurteilt, wie innovativ sie sind. Außerdem ginge es darum, „wie gut sie die Leistungsfähigkeit der Symbian-Plattform demonstrieren“, sagte Shaun Puckrin, Head of Community Support bei der Foundation, zu ZDNet.

Nokias OviStore, Samsungs Application Store und AT&Ts Media Mall unterstützen das Programm schon jetzt. Nokia ist Eigentümer der Symbian-Technologie.

Eine ganze Reihe von Unternehmen hat sich darum beworben, über Horizon neue Symbian-Anwendungen zu entwickeln. Dazu zählen The Guardian, National Public Radio in Amerika, Ustream, Wine.com, Skout, MobileIron und Dynatech.

Als Nokia im vergangenen Jahr die letzten Anteile von Symbian aufkaufte, gab die Symbian Foundation bekannt, dass die gesamte Technologie in eine Open-Source-Plattform umgewandelt wird. Der erste Open-Source-Code wurde bereits veröffentlicht. Es dürfte aber noch bis 2010 dauern, bis die Code-Basis der gesamten Plattform geöffnet ist. „Das ist eine Geschichte mit Fortsetzungen. Jedes Paket muss angesehen und analysiert werden“, sagt Puckrin. „Es ist uns sehr wichtig, dass der Symbian-Kernel so schnell wie möglich Open-Source wird – vielleicht schon in drei Monaten.“

Themenseiten: AT&T, Handy, Mobil, Mobile, Nokia, Samsung, Software, Symbian

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