Nokia verzeichnet erneut massiven Umsatz- und Gewinneinbruch

Der Gesamtumsatz sinkt im zweiten Quartal um 24,6 Prozent auf 9,912 Milliarden Euro. Der Gewinn pro Aktie bricht gegenüber dem Vorjahr um 65,5 Prozent ein. Insgesamt verkaufte der Hersteller zwischen April und Juni 103,2 Millionen Handys.

Nokia hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 erneut einen drastischen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Konzernumsatz sank gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 24,6 Prozent auf 9,912 Milliarden Euro. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen (PDF) des weltgrößten Handyherstellers hervor.

Der operative Gewinn schrumpfte im Jahresvergleich um 71 Prozent von 1,474 Milliarden Euro auf 427 Millionen Euro. Der Gewinn pro Aktie brach um 65,5 Prozent ein und liegt nach 0,29 Euro im zweiten Quartal 2008 nun bei 0,10 Euro. Im Vergleich zum Vorquartal hat Nokia aber wieder deutlich zugelegt: Gegenüber den 55 Millionen Euro des ersten Vierteljahrs 2009 stieg der operative Gewinn nahezu um 700 Prozent und der Gewinn pro Aktie um 233 Prozent.

Insgesamt verkaufte Nokia von April bis Juni 103,2 Millionen Mobiltelefone, was einem Rückgang von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Plus von 11 Prozent gegenüber dem ersten Quartal entspricht. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Einheit (ASP) sank gegenüber dem Vorquartal um 3 Euro auf nun 62 Euro. Nokias Weltmarktanteil stieg bei einem geschätzten Gesamtmarktvolumen von 268 Millionen Geräten (plus 5 Prozent zum Vorquartal) leicht um einen Punkt auf 38 Prozent.

Der Umsatz der Gerätesparte betrug insgesamt 6,586 Milliarden Euro – gut ein Viertel (27,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. Der operative Gewinn des Kerngeschäfts ging um 51,2 Prozent von 1,565 Milliarden Euro auf 763 Millionen Euro zurück.

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„Wir haben in einem weiteren schwierigen Quartal eine solide Leistung abgeliefert“, sagte Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo. Der Wettbewerb sei zwar weiterhin hart, aber die Nachfrage im gesamten Mobilfunkmarkt scheine wieder anzuziehen.

Für das laufende Fiskalquartal erwartet Nokia stagnierende Verkaufszahlen. Allerdings bekräftigte das Unternehmen wie Konkurrent Sony Ericsson seine Prognose, dass der weltweite Handy-Absatz allgemein in diesem Jahr um zehn Prozent zurückgehen wird.

Die Nokia-Tochter Navteq erwirtschaftete im zweiten Quartal 2009 bei einem Umsatz von 147 Millionen Euro einen operativen Verlust von 100 Millionen Euro. Das Netzwerk-Joint-Venture Nokia Siemens Networks (NSN) verzeichnete einen Umsatz von 3,199 Milliarden Euro (minus 21,3 Prozent). Der operative Verlust stieg im Vergleich zum Vorjahr um 300 Prozent von 47 auf 188 Millionen Euro.

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