Microsoft schließt im Juli neun Sicherheitslücken

Drei Patches schließen sechs kritische Schwachstellen in DirectX und Windows. Angreifer können über sie Schadcode einschleusen und ausführen. Drei "wichtige" Fehler bestehen in Publisher, ISA Server und Virtual PC und Virtual Server.

Microsoft hat zum Juli-Patchday sechs Sicherheitsupdates veröffentlicht, die neun zum Teil als kritisch eingestufte Schwachstellen schließen. Die Patches beheben Fehler in DirectX, Windows, Microsoft Office, Internet Security and Acceleration Server (ISA) und Virtual PC und Virtual Server.

Die kritischen Fehler bestehen in DirectShow (MS09-028), im Embedded OpenType-Schriftartmodul (MS09-029) und im Video-ActiveX-Steuerelement (MS09-032). Sie betreffen DirectX 7, 8 und 9 beziehungsweise Windows 2000, XP, Server 2003, Vista und Server 2008. Das Video-ActiveX-Update wird nur für Windows XP und Windows Server 2003 benötigt.

In Microsoft Office Publisher 2007 (MS09-030), ISA Server 2006 (MS09-031) und Virtual PC 2004 und 2007 sowie Virtual Server 2005 (MS09-033) stopft der Softwareanbieter drei als wichtig eingestufte Sicherheitslücken. Darüber hinaus hat das Unternehmen noch eine aktuelle Version des Windows-Tools zum Entfernen bösartiger Software bereitgestellt, die das falsche Sicherheitsprogramm Win32/FakeSypgro löschen kann. Ein Update für die Anfang der Woche gemeldete Schwachstelle in Office Web Components konnte nach Herstellerangaben nicht rechtzeitig fertig gestellt werden.

Alle Updates lassen sich ab sofort über die automatische Updatefunktion von Windows oder das Download-Center herunterladen. Da ein Angreifer über die als kritisch eingestuften Lücken Schadcode einschleusen und ausführen kann, empfiehlt Microsoft, die Patches sofort zu installieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass in den nächsten 30 Tagen Schadprogramme auftauchen, die die Lücken ausnutzen, hat Microsoft als hoch eingestuft.

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