Petition gegen Verbot von Actionspielen sammelt 20.000 Unterschriften

Stattdessen sollen die "europaweit strengsten" Gesetze besser umgesetzt werden. Den Begriff "Killerspiele" bezeichnet der Initiator als irreführend und diskriminierend. Die Petition endet am 19. August.

Eine Petition an den deutschen Bundestag gegen ein Verbot von Action-Computerspielen hat innerhalb von zwei Tagen über 20.000 Stimmen gesammelt. Sie bezieht sich auf einen Beschluss der Innenministerkonferenz vom 5. Juni, der auf ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot für „Killerspiele“ abzielt. Diesen Begriff bittet die Petition aus der Diskussion zu nehmen: Er sei irreführend und diskriminierend.

Als Alternative schlägt der Ersteller der Petition Peter Schleußer vor, die „europaweit strengste“ Gesetzgebung in Sachen Computerspiele besser zu vollziehen und so dafür zu sorgen, dass Spiele mit Sex- oder Gewaltdarstellung nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen kommen. Schließlich vergebe die Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK) eindeutige, auffällige Alterskennzeichnungen.

Die Zeichnungsfrist für die Petition endet am 19. August.

Erst am 16. Juni hatte die größte Petition in der Geschichte der Bundesrepublik mit 134.014 Mitzeichnern geendet. Die Initiatorin Franziska Heine erzwang dadurch eine Anhörung im Bundestag zum Thema Internetsperren, konnte aber das kritisierte Gesetz nicht verhindern. Heines Petition hat dennoch gezeigt, dass diese Art von Aufruf zu einer deutlich erhöhten Wahrnehmung in der Öffentlichkeit führen kann. Dies hat man offenbar auch in Großbritannien bemerkt, wo sich 4000 Bürger gegen eine Auslieferung des als „NASA-Hacker“ bekannten, am Asperger-Syndrom leidenden Gary McKinnon an die USA aussprachen.

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