Weltgrößtes Rechenzentrum soll künftig in Schottland stehen

Für den Bau der Großrechenanlage "Alba1" ist ein rund ein Quadratkilometer großes Areal nahe der Ortschaft Dumfries vorgesehen. Die Energieversorgung soll vollständig über Biomasse-, Wasser- und Windkraftwerke erfolgen.

Die Gruppe Internet Villages International will im schottischen Dumfries eines der weltgrößten Rechenzentren errichten. Die erste nachhaltige, energieautarke Großrechenanlage namens „Alba1“ soll auf einer Gesamtfläche von rund einem Quadratkilometer entstehen und von einer nicht näher benannten Investorengruppe finanziert werden.

Laut dem Projektplan werden in mehreren Hallen rund 278.000 Quadratmeter Servernutzfläche zur Verfügung stehen. Allerdings steht die behördliche Genehmigung noch aus, die Eröffnung sei dennoch schon fest für 2010 eingeplant, heißt es.

Alba 1 wird laut einem Bericht des „Guardian“ über 1000 Arbeitsplätze schaffen und mit Hilfe der dort installierten Kapazitäten maßgeblich zu verlässlicheren und schnelleren Internetservices in Großbritannien beitragen. Bisher erfolgte die Versorgung der Insel mit Webinhalten vorwiegend von London, Kontinentaleuropa oder den USA aus. Die durch die örtliche Nähe des Rechenzentrums erzielbaren minimalen Geschwindigkeitssteigerungen im Datenverkehr könnten jedoch bereits entscheidende Auswirkungen auf die Funktionalität von Internetdiensten haben.

Die Energieversorgung des riesigen Rechenzentrums soll allein per Biomasse-, Wasser- und Windkraftwerke erfolgen. Die Energieunabhängigkeit solcher Großrechenzentren scheint dringend nötig: Bei einem geschätzten Richtwert von 1500 Watt Stromverbrauch pro Quadratmeter Serverfläche würden allein für den Betrieb von Alba1 Leistungskapazitäten in Höhe von 417 Megawatt benötigt.

Auf diesem Gelände im schottischen Dumfries soll Alba1 entstehen (Bild: IVI).
Auf diesem Gelände im schottischen Dumfries soll Alba1 entstehen (Bild: IVI).

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