Infineon verkauft Telefonie-Sparte für 250 Millionen Euro

Der Geschäftsbereich Wireline Communications geht an den US-Investor Golden State Capital. Die Akquisition soll im Herbst abgeschlossen sein. Laut Infineon führt der Verkauf zu einer "deutlichen Verbesserung der Finanzsituation".

Infineon hat seine Sparte Wireline Communications (WKC) für 250 Millionen Euro an den US-Investor Golden State Capital verkauft. WKC produziert vor allem Lösungen für ISDN- und DSL-Telefonie. Die Akquisition soll im Herbst abgeschlossen sein.

Der Deal trage zu einer „deutlichen Verbesserung der Finanzsituation“ bei, teilte der angeschlagene Halbleiterhersteller mit. Nun verfügt der Konzern noch über vier Sparten: Automotive (ATV), Industrial & Multimarket (IMM), Chipcard & Security (CCS) sowie Wireless Solutions (WLS).

Erst im Juli 2008 hatte Infineon die neue Spartenstruktur mit fünf Bereichen eingeführt. Unternehmenschef Peter Bauer hatte seinerzeit eine bessere Kundenausrichtung und Kosteneinsparungen als Grund für die Neustrukturierung genannt.

In den vergangenen Wochen hatte sich der deutsche Halbleiterhersteller um staatliche Hilfen bemüht. Hauptgrund für den Kapitalbedarf ist die problematische Refinanzierung des Unternehmens. Bis Sommer 2010 werden für die Tilgung alter Anleihen knapp 600 Millionen Euro benötigt. Im September 2009 laufen Kreditlinien über 300 Millionen Euro aus.

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