Yahoo baut klimafreundliches Rechenzentrum

Es nutzt ausschließlich Außenluft zur Kühlung von Servern. Als primäre Energiequelle dient Strom aus Wasserkraft. Zudem verzichtet Yahoo auf den Kauf von Emissionsrechten zum Erreichen von CO2-Neutralität.

Yahoo plant die Errichtung eines neuen Rechenzentrums in Buffalo im US-Bundesstaat New York, das besonders energieeffizient arbeiten soll. Laut Yahoo-Gründer David Filo wird es – in Anlehnung an ein Kühlkonzept für Hühnerställe – ausschließlich mit Außenluft gekühlt werden. Dafür nutze Yahoo das günstige Mikroklima in Buffalo. Der reduzierte Energieverbrauch helfe zudem dabei, CO2-Neutralität zu erreichen.

Das Kühlsystem des neuen Rechenzentrums will sich Yahoo patentieren lassen. Als primäre Energiequelle für den Standort Buffalo setzt das Unternehmen auf Strom aus Wasserkraftwerken an den benachbarten Niagarafällen. Zudem fließe 90 Prozent der Energie in den Betrieb der Server. Laut Yahoo liegt der Branchendurchschnitt bei 50 Prozent oder weniger.

Der Konzern hat auch angekündigt, im Rahmen seiner Energiestrategie künftig auf den Kauf von Emissionsrechten zu verzichten. „Wir werden unsere Bemühungen darauf konzentrieren, unseren CO2-Ausstoss zu reduzieren“, schreibt Filo in einem Blogeintrag. Yahoo glaube, dass die Entwicklung von hoch effizienten Rechenzentren langfristig einen größeren Einfluss auf die Umwelt haben werde.

Bei der Errichtung von Rechenzentren steht immer öfter der Energieverbrauch im Vordergrund. So baut IBM mit der Syracuse University ein energieeffizientes Rechenzentrum, dass 50 Prozent weniger Energie verbrauchen soll als vergleichbare Anlagen. Microsoft nimmt Anfang Juli ein Rechenzentrum in Dublin in Betrieb, das ebenfalls über Außenluft gekühlt wird.

Themenseiten: Green-IT, Internet, Yahoo

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