Joost verbannt von Nutzern generierte Videos

Der Fokus liegt künftig auf Programmen von Rundfunkanstalten sowie Kabel- und Satellitenfernsehen. Damit beugt sich der Videodienst der Konkurrenz von YouTube und Hulu. Joost-CEO Mike Volpi erklärt seinen Rücktritt.

Joost wird künftig keine nutzergenerierten Videos mehr anbieten. Der Videodienst der Kazaa- und Skype-Gründer Janus Friis und Niklas Zennström will sich stattdessen als Plattform für Anbieter von Kabel- und Satellitenfernsehen sowie Rundfunkanstalten etablieren.

Damit beugt sich Joost der Konkurrenz der im Bereich von User Generated Content dominierenden Anbieter YouTube und Hulu. Gleichzeitig stellt das Unternehmen den Versuch ein, den Dienst durch den früheren Cisco-Manager Mike Volpi wiederzubeleben. Volpi hat mit sofortiger Wirkung das Amt des Chief Executive Officer niedergelegt. Er bleibt aber Vorsitzender des Board of Directors.

Joost hatte Anfang 2007 seinen Betrieb aufgenommen. Anfänglich konnte der auf einer Peer-to-peer-Übertragungstechnologie basierende Videodienst nur über eine Client-Software genutzt werden. Auch nach einem Relaunch im Oktober 2008 blieben die Nutzerzahlen hinter denen der Konkurrenz zurück. Seitdem können Joost-Nutzer Videos mit einem Flash-Player direkt im Browser wiedergeben.

Zu den anfänglichen Unterstützern gehörten die Medienkonzerne Viacom und Sony Pictures, wobei sich Sony im April dazu entschlossen hatte, seine Inhalte von Joost abzuziehen. Seitdem sucht Joost unter Betreibern von Kabel- und Satellitenfernsehen nach einem Käufer. Als möglicher Interessent gilt Time Warner Cable.

Mitte Juni hatte auch Microsoft aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage angekündigt, sich weniger für seinen Videodienst Soapbox zu engagieren. Der Softwareanbieter plant, den Dienst in ein Forum für Blogger umzuwandeln.

Themenseiten: Internet, Joost, YouTube

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