China verschiebt Einführung der Green-Dam-Filtersoftware

Der Rückzug kommt einen Tag vor Inkrafttreten der Anordnung. Das kostenlose Download-Angebot für Green Dam bleibt bestehen. Die chinesische Regierung will auch weiterhin Computer in Schulen und Internet-Cafes mit der Software ausstatten.

Die chinesische Regierung hat die Umsetzung ihrer Forderung, neue PCs in China nur noch mit der Filtersoftware „Green Dam – Youth Escort“ zu verkaufen, auf unbestimmte Zeit verschoben. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologien hat die Verpflichtung einen Tag vor ihrem Inkrafttreten zurückgezogen. Als Grund nennt der Bericht Computerhersteller, die mehr Zeit benötigten, um die Software allen Computern beilegen zu können.

Nach Angaben von Xinhua wird das Ministerium die Filtersoftware, die vor allem jugendliche Nutzer vor pornografischen Internetinhalten schützen soll, weiterhin als kostenlosen Download anbieten. Auch soll die Ausrüstung von Computern in Schulen und Internet-Cafes mit Green Dam fortgesetzt werden.

Experten haben davor gewarnt, dass die chinesische Blockadesoftware ein Sicherheitsrisiko darstellt. Zudem wirft die US-Handelsvertretung China vor, mit der Verpflichtung zu Green Dam gegen Bestimmungen der Welthandelsorganisation WTO zu verstoßen.

Themenseiten: China, Internet, Kommunikation, Zensur

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu China verschiebt Einführung der Green-Dam-Filtersoftware

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *