US-Justiz verlängert Untersuchung der Sun-Übernahme durch Oracle

Beide Unternehmen sollen weitere Informationen zur Verfügung stellen. Ursprünglich wollte das Department of Justice seine Prüfung am Freitag abschließen. Einem Anwalt von Oracle zufolge geht es um eine Frage zu den Lizenzrechten von Java.

Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, hat das US-Justizministerium am Freitag Oracle darüber informiert, dass es die Untersuchung zur Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle verlängert hat. Die ursprünglich auf einen Zeitraum von 30 Tagen angesetzte Prüfung sollte am Freitag enden. Das Department of Justice habe bei beiden Unternehmen weitere Informationen angefordert, heißt es in einer von Oracle veröffentlichten Erklärung.

„Wir hatten sehr gute Gespräche mit dem Justizministerium und konnten fast alle Punkte klären“, sagte Dan Wall, Anwalt der Kanzlei Latham and Watkins, die Oracle berät. Es sei nur noch eine Frage zu Lizenzrechten von Java offen, die aber dem Abschluss der Akquisition nicht im Wege stehe. „Ich erwarte, dass die Prüfung bald beendet wird und den Abschluss der Transaktion im Lauf des Sommers nicht verzögern wird.“

Oracle hatte am 20. April die Übernahme von Sun zu einem Preis von 7,4 Milliarden Dollar bekannt gegeben. Neben der Zustimmung der US-Justiz steht auch noch das Votum der Sun-Aktionäre aus, die am 16. Juli über den Verkauf ihres Unternehmens abstimmen werden. Zumindest ein Teil der Anteilseigner lehnt die Übernahme durch Oracle ab. Im Mai hatten Sun-Aktionäre drei Sammelklagen eingereicht, um den Deal zu verhindern.

Themenseiten: Business, Oracle, Sun Microsystems, Übernahmen

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