Schnell im Web 2.0: Aktuelle Browser im Benchmarktest

Im Web 2.0 müssen sich Browser zunehmend anspruchsvollen Aufgaben stellen. Komplexe Websites und aufwändige AJAX-Anwendungen fordern immer mehr Leistung. Dabei lassen sich große Unterschiede messen.

(UPDATE 11.2.2010: siehe Fazit

Als Tim Berners-Lee 1991 seinem Arbeitgeber CERN den weltweit ersten Browser WorldWideWeb vorstellte, um den Informationsfluss zwischen den verschiedenen Abteilungen des Europäischen Kernforschungszentrum in Genf optimieren, ahnte er noch nicht, dass er damit eine Revolution im Informationszeitalter auslöste. Kaum eine Anwendung dürfte häufiger auf einem Computer genutzt werden als ein Internet-Browser.

Allerdings haben sich die Aufgaben eines Webbrowsers deutlich gewandelt. Neben der Darstellung von Text und Bild müssen moderne Browser komplette Anwendungen wie auf JavaScript, DOM und XML basierende AJAX-Programme beherrschen. Wer AJAX noch nie gehört hat, aber dafür Google Maps, Google Mail oder AJAX Write nutzt respektive Internet-Sites wie Flickr oder Last.fm ansurft, macht von dieser Technik bereits intensiven Gebrauch. Auch im Unternehmensumfeld hat AJAX schon Fuß gefasst: 24SevenOneOffice ist eine Lösung für Enterprise Resource Planning (ERP) und Kundenbeziehungsmanagement (CRM), die über einen normalen Webbrowser bedient wird. Und mit Google Wave steht die nächste auf JavaScript basierende Kommunikationslösung in den Startlöchern. Sie soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen.

Der Vorteil dieser Web-2.0-Technologien liegt in der Plattformunabhängigkeit. Es wird weder ein spezielles Betriebssystem noch ein bestimmter Prozessor benötigt, um AJAX-Anwendungen ausführen zu können. Lediglich ein kompatibler Browser ist erforderlich.

Durch die gestiegenen Anforderungen rückt die Performance der Browser für die Darstellung von mit neuer Technik gespickten Web-2.0-Anwendungen oder Websites in den Vordergrund. Wer immer noch glaubt, dass nur die Zugangsgeschwindigkeit seines DSL-Anschlusses für die Web-Performance ausschlaggebend ist, täuscht sich gewaltig. Denn die wesentlichen Teile von AJAX-Anwendungen laufen auf dem lokalen Endgerät ab. Bei gleicher Hardwareausstattung ist somit der Browser für die Ausführungsgeschwindigkeit entscheidend. Für AJAX-basierte Unternehmensanwendungen gilt dies natürlich erst recht, da der Code nicht erst aus dem Internet geladen werden muss. In Unternehmen, die auf solche Lösungen setzen, kann die Performance des Browsers die Produktivität der Mitarbeiter unmittelbar beeinflussen.

Themenseiten: Browser, Business-Software, Chrome, Firefox, Internet Explorer, Mac, Mozilla, Opera, Safari, Software, Windows 7, macOS

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Kai Schmerer
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Neueste Kommentare 

10 Kommentare zu Schnell im Web 2.0: Aktuelle Browser im Benchmarktest

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  • Am 14. Dezember 2009 um 11:11 von schulte

    Ach – mein armer Opera…
    ..immer letzter!
    Und besser als iExplorer zu sein, ist irgendwie auch kein Trost.

    Aber von alten Gewohnheiten trennt man sich nicht so leicht. Der Trend geht ja eh zum Zweit-Browser (FireFox)

    Happy Surfing!

    schulte

    • Am 15. Dezember 2009 um 0:42 von Peter

      AW: Ach – mein armer Opera…
      Opera ist in Sachen Bedienung, Anpassung & Funktionalität der Beste.

      Die 10 ms Geschwindigkeit, die die anderen Browser schneller sind, fallen sowas von überhaupt nicht ins Gewicht…

      Habe damals alle Browser durchprobiert und Opera bedient sich einfach am besten ;)

      Firefox ist etwas für die Masse, leicht zu installieren und zum loslegen.
      IE ist für alle die es nicht besser wissen (wollen).
      Safari außen hui innen pfui.
      Chrome ist der datensammelnde Minimalist für Minimalisten :D

      • Am 19. Januar 2010 um 10:26 von Rudolf

        AW: AW: Ach – mein armer Opera…
        Unterschiede im ms Bereich sind in der Praxis wirklich vernachlässigbar.

        Aber bei der Browser-Beurteilung stimmt einiges nicht:
        Das Beste in Sachen Komfort und Funktionalität und Sicherheit (wenn man sie nicht abschaltet) ist IE8. Er ist als Standardbrowser nicht ersetzbar.

        Opera, auch Safari sind gut nutzbar aber reißen niemand vom Hocker.

        Den sich ständig weiter aufblähenden IE-Nachahmer FF hat der deutsche Mainstream für sich entdeckt.

        Das wirklich Beste, weil innovativ und schnell, mit immer weniger Komforteinbußen, ist Chrome. Als er auf den Markt kam, konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen, lernte aber sehr schnell seine Vorzüge zu schätzen. Sein Vormarsch wird nicht aufzuhalten sein. MfG

    • Am 15. Dezember 2009 um 8:37 von D. Goehlsdorf

      AW: Ach – mein armer Opera…
      Ja, mich schmerzt es auch immer ein wenig.
      Aber: Irgendwie sind all diese Benchmarks zumindest fuer mich nicht allzu aussagekraeftig. Hier z.B. beziehen sich fast alle Tests auf die Javascript-Engine, die bei Opera wohl zugegebenermassen mal grundrenoviert werden muesste.
      Die meisten Seiten, die ich besuche, sind jedoch noch nicht derart Javascript-lastig, dass dies fuer mich sonderlich ins Gewicht fallen wuerde. Auch ist es mir bei den meisten Seiten vollkommen egal, ob die Bilder innerhalb von 10 oder 12ms dargestellt werden.
      _Echten_ Mehrwert bietet Opera jedoch immer noch in punkto Usability:
      1) Die History wird anstaendig gecachet. Innerhalb von 2 Sekunden kann ich mittels Mausgesten locker 10 Seiten zurueckspringen und bekomme dabei extrem schnell Bilder von den gesehenen Seiten. Ich weiss nicht, was bei anderen Browsern schief laeuft, aber das dauert bei Firefox z.B. unertraeglich lange, die meisten Seiten werden komplett neu geladen. (??!?) Und warum es nicht wenigstens die Vor- und Zurueck-Mausgesten in andere Browser geschafft haben verstehe ich einfach nicht (Die Add-Ons fuer Firefox hinken gewaltig und brauchen damit gar nicht erst verglichen zu werden!)
      2) Tab-Verwendung: Egal was ich tue, Firefox schafft es doch immer wieder, mir meinen Desktop mit lauter neuen Instanzen vollzumuellen. Dafuer reicht schon ein Klick auf einen Link in einer Email – schon ist ein neuer Firefox zur Stelle. Das nervt gewaltig, nie hat man einen Ueberblick, wo nun der gesuchte Inhalt ist. Zudem bietet Opera eine wesentlich intuitivere Verwendung von Strg-Tab, bei der man immer auf den zuletzt gesehenen Tab zurueckspringt, nicht einfach auf den naechsten Tab.
      3) Downloads: Da bekomme ich bei Firefox die Krise, Downloads landen dauernd in irgendeinem Verzeichnis, ich bekomme auch immer nur heraus, wo, indem ich in die Einstellungen wandere (Besonders nervig, wenn man an einem fremden Rechner sitzt). Opera fragt jedesmal artig, wo mein Download hin soll und in dem Extra-Tab (!!! kein weiteres Fenster bitte !!!) kann ich jederzeit Einzelheiten erfahren. Downloads koennen pausiert, gestoppt, fortgesetzt und neu gestartet werden, sogar Bittorrent-Downloads sind moeglich. Und nun auch noch Uploads mit Opera Unite.

      So koennte ich eine ganze Weile weitermachen – Opera mag zwar in den Benchmarks immer etwas hinterherhinken, die tatsaechliche Arbeitsgeschwindigkeit ist zumindest bei mir jedoch immer noch deutlich hoeher als bei anderen Browsern

      Mfg,
      D. Goehlsdorf

      • Am 19. Januar 2010 um 21:58 von Jodel

        AW: AW: Ach – mein armer Opera…
        würdest du dich mit dem FF mal ausseinandersetzen, würdest du merken dass man das mit den DL und den Tabs einfach einstellen kann. Aber hauptsache am mainstream rumgemault.

    • Am 15. Dezember 2009 um 12:58 von schulte

      AW: Ach – mein armer Opera…
      Ich danke allen für die ehrliche und tief empfundene Anteilnahme

      Opera Rocks! (Ok – ein wenig)

      Schöne Weihnachten und Guten Rutsch

      Beste Grüße

      schulte

  • Am 17. Dezember 2009 um 16:38 von gerd

    Opera
    Ich habe Opera schon eingesetzt,als es noch eine Kaufversion war.

    Das,was bei den anderen als revolutionäre Neuheit gepriesen wurde,hatte Opera

    schon einige Monate vorher!

    Tabbet Browsing war für die Konkurrenz noch kein Begriff,da hatten die Nor-

    weger schon die nächste Neuerung am erproben.

    Darum merke: Klein aber fein!

    gruß Gerd

    • Am 13. Januar 2010 um 17:48 von Opera lebt

      AW: Opera
      Wie man den aktualisierten Benchmark-Charts entnehmen kann, scheinen die Norweger in Sachen Geschwindigkeit zulegen zu können. Opera 10.5 Alpha ist in einigen Tests jetzt der schnellste Browser. Das lässt hoffen.

  • Am 25. Januar 2010 um 11:26 von kurtus

    Opera tut’s
    Ich kann den geschilderten Vorzügen -Operaselbverständlichkeiten die man noch ergänzen könnte- nur zustimmen. Trotz Zweitbrowser FF mag ich auf meinen Opera inkl. M2-Mailklienten nicht verzichten die Unterschiede sind mir immer wieder deutlich vor Augen. Es ist so: jahrealte Operafeatures werden von anderen Browsern als Neuheiten verkauft, und das wird wohl auch so bleiben :)

  • Am 1. Februar 2010 um 21:06 von Damian

    komisches Fazit
    wieso spielt Opera 10.5 im Fazit keine Rolle?

    „alpha“ ok, aber man sollte doch vielleicht darauf hinweisen dass Opera nun auch i.S. Leistung oben mitspielt.

    i.S. Benutzerfreundlichkeit ist er eh top, kein anderer ist so idiotentauglich.

    … und angeblich ist er ja auch (ohne add-ons) sicherer als andere.

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