W3C prüft Apple-Patent auf automatische Softwareupdates

Ein geplanter Standard für die Aktualisierung von webbasierten Anwendungen verfolgt einen ähnlichen Ansatz. Das W3C will mit Prior Art gegen das Patent vorgehen. Apple schließt die Gewährung einer kostenlosen Lizenz aus.

Flagge vor Apple-Store
Flagge vor Apple-Store


Das World Wide Web Consortium (W3C) sucht nach Beispielen dafür, dass eine von Apple patentierte Technologie für automatische Softwareupdates schon vor der Einreichung des Patents benutzt wurde. Mit dieser sogenannten „Prior Art“ will das W3C gegen das Apple-Patent mit der Nummer 5.764.992 vorgehen.

Apple hatte das Patent 1995 beantragt und 1998 erhalten. Es beschreibt „eine Software, die auf einem Computer läuft und sich automatisch durch eine neuere Version ersetzt, ohne dass seine Grundfunktionen dadurch unterbrochen werden“. Und dies in einer für den Anwender vollständig transparenten Art und Weise.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das W3C mit dem Entwurf eines „Widgets 1.0: Updates“ genannten Standards für webbasierte Anwendungen, die sich selbst aktualisieren können. Das Consortium, das auch die Standards für HTML und das Grafikformat PNG beaufsichtigt, war mit dem Versuch gescheitert, von Apple eine kostenlose Lizenz für das Patent zu erhalten.

Um das Problem mit dem Apple-Patent zu lösen, während der Standard weiterentwickelt wird, hat das W3C eine Patent Advisory Group (PAG) berufen. „Die PAG sucht nach Informationen über Software-Update-Systeme, die vor Juni 1995 verfügbar waren und die eine brauchbare Lösung enthalten, die wir für Widget-Updates verwenden können“, erklärte das W3C. Die Informationen könnten dabei helfen, eine Spezifikation für den Standard zu finden, die nicht gegen das Apple-Patent verstößt.

Die Informationen könnten aber auch dazu führen, dass das Patent aufhoben wird. „Wir haben viele Optionen, sobald wir mehr Informationen haben“, sagte W3C-Sprecher Ian Jacobs. „Sollten wir Prior Art finden, müsste das Patent neu bewertet werden.“

Themenseiten: Apple, Big Data, Datenschutz, Internet, Urheberrecht, W3C

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