Amazon-CEO kritisiert Googles Buchsuche

Das Google Book Settlement muss überarbeitet werden. Bezos hält es für "vielleicht nicht richtig, dass man eine ganze Reihe von Urheberrechten verletzt und dafür auch noch einen Preis bekommt." Die Erfolge des Readers Kindle findet er "verblüffend":

Logo von Googles Buchsuche
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Amazon-CEO Jeff Bezos hat auf der Wired Business Conference Bedenken gegenüber Googles Buchsuche geäußert. Das „Google Book Settlement„, das Google erlaubt, ganze Bibliotheken zu erfassen, könnte dem Unternehmen exklusiven Zugang zu einer Reihe von vergriffenen Werken verschaffen.

„Wir haben klare Meinungen zu dieser Frage, die ich nicht öffentlich machen werde“, sagte Bezos. „Aber unserer Ansicht nach muss das Settlement eindeutig überarbeitet werden, und es wird auch überarbeitet werden. Es gibt viele Kräfte, die das beobachten und sagen, es ist vielleicht nicht richtig, dass man eine ganze Reihe von Urheberrechten verletzt und dafür auch noch einen Preis bekommt.“

Google und Vertreter von Autoren und Verlagen hatten mit dem Settlement einen drei Jahre währenden Rechtsstreit beendet. Doch damit scheint das Problem nicht aus der Welt – zuletzt hatte sich das US-Justizministerium für den Vergleich interessiert, was auf kartellrechtliche Bedenken hinweist.

Amazon hat mit den E-Book-Readern Kindle und Kindle DX zwei Lesegeräte auf dem Markt, mit denen es sich das Ziel gesetzt hat, „jedes je gedruckte Buch in jeder Sprache“ verfügbar zu machen. Zum Projekt Kindle sagte Bezos während der Veranstaltung in New York, „man muss bereit sein, für einen sehr langen Zeitraum falsch verstanden zu werden“.

Jetzt seien in den USA 300.000 Bücher für den Kindle verfügbar – das vollständige Angebot von Amazon. Und die Kindle-Verkäufe lägen nur 18 Monate nach dem Start bei 35 Prozent der Verkäufe gedruckter Bücher. „Intern sind wir von der Statistik völlig verblüfft“, so Bezos.

Themenseiten: Amazon, Business, E-Books, Google, Telekommunikation

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