Microsoft geht gegen kanadische Klickbetrüger vor

Die drei Beklagten sollen zwischen März und Dezember 2008 Links zu Autoversicherungen automatisch angeklickt haben. Die gebühr der Werbetreibenden kam ihrer Website zugute. Seine Schadenersatzforderung beziffert Microsoft auf 750.000 Dollar.

Microsoft hat bei einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Washington eine Klage (PDF) gegen Klickbetrüger eingereicht. Die Kanadier Eric Lam, Gordon Lam und Melanie Suen sollen zusammen mit anderen Unternehmen und nicht genannten Beteiligten durch massiven Klickbetrug gegen die Nutzungsbedigungen von Microsofts AdCenter verstoßen haben.

Den Ermittlungen von Microsoft zufolge waren die Beklagten für mehrere Klickbetrug-Angriffe verantwortlich, die sich gegen Anzeigen für Autoversicherungen und das Online-Rollenspiel World of Warcraft richteten. Der Softwareanbieter habe erstmals am 24. März 2008 Beschwerden über Klickbetrug erhalten. Mehrere Hunderttausend IP-Adressen seien dafür benutzt worden, um die Herkunft der Klicks zu verschleiern. Weitere Angriffe hätten im Juni, Juli und Dezember 2008 stattgefunden. Eine Verfolgung der Klicks habe schließlich zu einem Server der Beklagten geführt.

Laut Microsoft haben die drei Kanadier durch den Klickbetrug das Ranking eigener Websites mit Werbung für Autoversicherungen und World of Warcraft verbessert, um höhere Werbeeinnahmen zu erzielen. Zudem hätten sie die Werbebudgets von Mitbewerbern aufgebraucht. Das Vorgehen der Beklagten deute auf genaue Kenntnisse der Funktionsweise von Plattformen für Online-Werbung hin, so Microsoft.

„Mit unserer Klage nutzen wir das Rechtssystem, um unseren Kampf gegen Klickbetrug fortzusetzen“, schreibt der Microsoft-Anwalt Tim Cranton in einem Blogeintrag. Der Softwareanbieter will erreichen, dass das Gericht die Aktivitäten der Beklagten untersagt. Seine Schadenersatzforderung beziffert Microsoft auf mindestens 750.000 Dollar.

Themenseiten: Gerichtsurteil, Internet, Microsoft

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